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Eurobike 2019: Skoda realisiert elektrisches Zweiradkonzept

Skoda geht im VW-Imperium weiter relativ eigenständiger Wege, präsentiert eine seriennahe E-Zweirad-Studie und baut sein seriös sortiertes Fahrrad-Programm aus.

Was bin ich? Irgendwo zwischen Fahrrad, Segway und Elektro-Enduro siedelt Skoda sein Konzept "Klement" an. | Foto: Skoda
Was bin ich? Irgendwo zwischen Fahrrad, Segway und Elektro-Enduro siedelt Skoda sein Konzept "Klement" an. | Foto: Skoda
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Johannes Reichel

Nein, das ist kein Fahrrad, auch wenn es Pedale hat! Schnell setzt man uns bei Skoda auf die richtige Spur, um was es sich bei dem zweirädrigen Konzept-Gefährt handelt. Das habe man "vom weißen Blatt Papier" und völlig "out of the box" gedacht aufgesetzt und konsquent weggelassen, was man nicht für die zugedachten Fahrzwecke benötigt. Heraus kam dabei ein Mobil, das in der Tat nicht mehr allzu sehr an ein Fahrrad erinnert. "Wir wollten das Beste aus zwei Welten vereinen", heißt es von Seiten Skoda am Stand über die Entwicklung des nach einem der Firmengründer "Klement" genannten Zweirad-Konzepts. Das sogar so fahrbereit auf dem Stand des Entwicklungspartners Breakeforce One (BFO Mobility) ausgestellt, dass man flugs die Software änderte, damit Messebesucher nicht "durchbrennen" damit. Die Pedale sind folglich auch nicht zum "Treten" im herkömmlichen Sinne da, sondern zum Beschleunigen und Bremsen des von einem strammen 4 kW Hinterradnabenantrieb bis auf 45 km/h beschleunigten Gefährts. Trotz der hohen Power soll man bis zu 62 Kilometer weit kommen, womit der "Klement" durchaus auch als Autoersatz für Pendler funigeren könnte. Dafür sorgen die in dem komplett anders als beim Fahrrad gedachten und konzipierten Rahmen platzierten Lithium-Ionen-Akkus, die 1250 Wh Kapazität mitbringen und zum Wiederaufladen an der Heimsteckdose oder am Bike direkt leicht entnehmbar sein sollen.
 

 

Automotive-Technik: Rekuperation und ABS

Wie beim Elektro-Auto ist auch eine Rekuperation mit am Bike, die zudem den Griff zu den Bremsen meist erübrigen dürfte. Falls diese doch gebraucht werden, kann man sich auf ABS-geregelte hydraulische Scheibenstopper vom Projektpartner Magura. Klar, dass es auch ein Bremslicht, selbstredend in LED-Technik gibt, ebenso ein LED-Frontlicht und Blinker in den Lenkerenden. Auch in den Pedalen sind LED-Indikator-Lichter verbaut. In eine Serienversion, die aus Sicht von Skoda durchaus denkbar und realistisch ist, könnten in Zukunft noch weitere Ideen Eingang finden, zum Beispiel Fahrerassistenzsysteme, Function on Demand oder spezielle Schaumreifen, die aus Dämmmaterial bestehen, das auch bei Laufschuhen zum Einsatz kommt, und so ein komfortables sowie geräuscharmes Fahrerlebnis ermöglichen.

Dass Skoda sich mittlerweile als deutlich mehr sieht, als nur Automobilanbieter, zeigt auch die zur Eurobike erweiterte Palette an eben nicht nur elektrisch unterstützten Rädern wie einem E-Mountainbike-Fully sowie E-Hardtail, sondern auch ein hippes Stadtrad jetzt mit Riemenantrieb, Kinderräder, einem 29er-MTB als Fully und Hardtail sowie einer Damenversion und einem für einen Tour-de-France-Fahrzeugsponsor obligatorischen Race Bike. "Die Geschichte von Skoda Auto ist eng mit dem Fahrrad verbunden", heißt es dazu vom Hersteller. Die beiden Gründungsväter Václav Laurin und Václav Klement legten den Grundstein für das Unternehmens im Jahr 1895 mit der Gründung einer Fahrradmanufaktur in Mladá Boleslav, bevor sie sich später dem Motorrad- sowie dem Automobilbau widmeten. Zurück in die Zukunft sozusagen.  

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