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Erwischt: BMW X3 – alte Klasse, (fast) ganz neu aufgelegt

Im Sommer feiert der neue BMW X3 Premiere, intern Generation G45 genannt. Er bleibt den Plug--ins und den Verbrennern treu und steht auf der überarbeiteten Basis des Vorgängers.

In München erwischten wir einen X3-Prototypen. | Foto: G. Soller
In München erwischten wir einen X3-Prototypen. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

Erster! Zwar zeigte BMW die neue Klasse schon als SUV, aber der X3 kommt vorher. Wir haben den Prototypen fast direkt vor dem Büro abgeschossen und BMW hat auch eine Pressemitteilung dazu rausgegeben. Finale Tests laufen aktuell.

Da die neue Klasse extrem neu und damit aufwändig und teuer ist, muss es beim ohnehin nicht schlechten X3 ein ganz großes Update der Basis tun, heißt: Man versah das Existierende mit einem komplett neuen Fahrwerk und Rohbau, was schon wieder ein ganz neues Auto draus macht. Motorisch bleibt man bei den Plug-in-Hybriden, Benzinern und Dieseln mit vier und sechs Zylindern, Letztere auch als M-Versionen.

Viel Aufwand beim Fahrwerk

Fahrwerkstechnisch kam alles neu: Man spendierte dem größeren Body mehr Spurweite und dürfte auch die Fahrwerksgeometrie bis hinein in die Achskinematik und die Anlenkungspunkte modifiziert haben. Im Vergleich zum Vorgängermodell verfügt der neue BMW X3 außerdem über reduzierte Auftriebswerte an der Hinterachse. Darüber hinaus wurde die Steifigkeit der Karosserie und der Fahrwerksanbindung gesteigert. Die gezielte Weiterentwicklung von Kinematik und Elastokinematik an beiden Achsen soll gemeinsam mit der um 19 Prozent erhöhten Nachlaufstrecke der Vorderräder für einen spürbar stabileren Geradeauslauf sorgen. Eine direktere Lenkübersetzung soll den Lenkkomfort verbessern. Und „umfassend modifizierte“ Stabilisator-Anbindungen sollen die Kurvendynamik ohne negative Auswirkungen auf den Fahrkomfort erhöhen.

Optional wird ein Adaptives Fahrwerk mit elektronisch geregelten Stoßdämpfern angeboten. Es bietet zwei über die My Modes auswählbare Kennfelder, deren finale Abstimmung Teil der fahrdynamischen Erprobung in Miramas war. Darüber hinaus bietet der X3 serienmäßig die jüngste Ausführung des BMW Querdynamikmanagements, das für eine jederzeit präzise an die Fahrsituation angepasste Steuerung der erforderlichen Lenkmomente, der aktornahen Radschlupfbegrenzung und der Giermomentenverteilung der Performance Control sorgt.

Was optisch schon auffällt: Der neue X3 wächst (leider) abermals weiter und wird in Raumangebot du cW-Wert nochmal nachlegen und damit auch in Sachen Effizienz. Einmal mehr bietet BMW intelligenten Leichtbau und optimierte Aerodynamik. Mit einem Luftwiderstandsbeiwert (CX-Wert) von 0,27 soll der X3 neue Maßstäbe in seinem Wettbewerbsumfeld setzen.

Den Innenraum wird BMW drastisch an i5 respektive gar neue Klasse und Co anpassen samt dem leicht zum Fahrer hingebogenen Display mit Touch-Funktion und Head-Up-Display. Interessant: Nachdem CEO Zipse laut Insidern ein Machtwort gesprochen haben soll, das er alles, was man einfach mit plus-minus bedienen kann – also laut-leise oder warm-kalt – wieder auf blind bedienbaren Schaltern, Tastern oder Drehreglern haben möchte, bleiben haptische Schalter und der der iDrive-Controller!

Und sicherer wird er auch: Der neue BMW X3 verfügt über das aktuelle BMW iDrive auf der Basis des BMW Operating System 9 einschließlich BMW iDrive Controller und bietet eine gegenüber dem Vorgängermodell deutlich erweiterte Auswahl an Systemen für automatisiertes Fahren und Parken. Mit seiner Serienausstattung übertrifft er deutlich die Anforderungen des Sicherheitstests Euro NCAP. Mit an Bord ist auch der aktive Spurwechselassistent und der Park- und Manövrierassistent, der eine Steuerung von Rangiervorgängen auch außerhalb des Fahrzeugs mittels Smartphone ermöglicht.

Was bedeutet das?

Ix3 und X3 werden sozusagen getrennt: In "Neue Klasse SUV" und X3 G45 mit Plug-in und Verbrenner. Man darf gespannt sein, wie die Kunden sich entscheiden. Der neue X3 dürfte bis in die 2030er gebaut werden. 

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