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Erstes Quartal 2019: Tesla schreibt wieder Verluste

Im ersten Quartal 2019 sind die Umsätze des Herstellers massiv gesunken - auf 4,5 Milliarden Dollar.

Das Model 3 verkauft sich gut, macht aber Model S und X das Leben schwer. | Foto: Tesla
Das Model 3 verkauft sich gut, macht aber Model S und X das Leben schwer. | Foto: Tesla
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Gregor Soller

Mit dem Model 3 stiegen auch die Umsätze Teslas. Von knapp fünf Milliarden auf 7,2 Milliarden Dollar im Vorquartal. Jetzt brachen Umsätze und Gewinn massiv ein. Das begründet Elon Musk abermals mit der teils verzögerten Auslieferung des Model 3 in Europa und China. Nach einem ersten „Schwung“ sollen viele Lieferungen ins zweite Quartal 2019 verschoben worden sein. Erschwerend kam hinzu, dass eine Anleihe von 920 Millionen Dollar zurückbezahlt werden musste, was liquiden Mittel reduzierte. Mittlerweile sind auch die Auslieferungen von Model S und Model X sehr stark zurückgegangen. Auch, weil das Model 3 eine attraktive (und günstigere) Alternative aus dem eigenen Haus ist.

Die auch gut läuft: Laut Tesla war das Model 3 im ersten Quartal 2019 erneut das meistverkaufte Premiumfahrzeug in den USA und hat sich mittlerweile stark vom übrigen Feld abgesetzt. In den ersten drei Monaten will Tesla knapp 51.000 Exemplare seines „Volumenmodells“ ausgeliefert haben, im Vorquartal waren es noch knapp 63.400. Die Produktion stieg dafür leicht – von 61.394 auf 62.975 Model 3. Außerdem soll die Marge gestiegen sein. Dafür fiel die Fertigung von Model S und X von 25.161 Autos im Vorquartal auf jetzt 14.163 Modelle. Auch der Energie-Bereich mit den stationären Batterien schrumpfte um 13 Prozent. Weiter im Aufwind befindet sich dagegen das Geschäft Mobile Service Fleet. Auch die Zahl der Supercharger wurde dezent erhöht.

Auch für das zweite Quartal erwartet Musk wieder Verluste, will aber die Auslieferungen auf das bisher noch nicht erreichte Niveau 90.000 bis 100.000 Autos steigern. Für das Gesamtjahr 2019 plant Musk weiter mit 360.000 bis 400.000 Auslieferungen, die ab dem dritten Quartal wieder Gewinne bringen sollen.

Was bedeutet das?

Willkommen im Klub der Großserienproduktion! Die kostet nämlich viel Geld und auch das Model 3 ist immer noch ein Premiumprodukt, dass für viele Flotten und ganz große Stückzahlen zu teuer ist. Doch mit den geplanten Zahlen braucht auch Tesla auch Geld und eine Plattform, die nach eigenen Angaben „kostengünstig und schnell über Regionen und Fahrzeugtypen hinweg zu replizieren“ sein soll. Weshalb das Model Y eng mit dem Model 3 verwandt ist und die Gigafactory in China schnell und günstiger fertigen soll als die Gigafactories in den USA. Womit aber auch Teslas Zukunft zu einem Gutteil vom chinesischen Markt abhängen wird.

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