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Erstes Halbjahr 2024: Chery knackt Millionengrenze

Chery erzielt historische Rekordverkäufe im ersten Halbjahr 2024.

Extrem Exportstark: Chery macht fast die Hälfte seiner Stückzahlen im Export. | Foto: Chery
Extrem Exportstark: Chery macht fast die Hälfte seiner Stückzahlen im Export. | Foto: Chery
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Gregor Soller

Cherys Absatz zieht weiter an: Erstmals seit der Gründung des Unternehmens wurde in einem Halbjahr die Millionengrenze geknackt. Mit insgesamt 1,1 Millionen Fahrzeugen verzeichnete der Autokonzern aus Wuhu in der Provinz Anhui einen Anstieg von stolzen 48,4% im Vergleich zu 2023, darunter 532.000 Einheiten für den Export.

Von Januar bis Juni lag der kumulierte Fahrzeugabsatz bei exakt 1.100.621 Fahrzeugen. Dabei stand Chery in gleich vier Kategorien an der Spitze der chinesischen Automobilindustrie: Bei der Gesamtwachstumsrate – Chery legte zum wiederholten Mal im Juni gegen den Trend zu +38%, bei der Wachstumsentwicklung im Bereich New Energy Vehicles, wo man gleich um +181,5% zulegte, im SUV-Segment und bei der Position als Chinas führender Autoexporteur – was man seit 21 Jahren in Folge schaffte.

Cherys Sales Performance stützt sich auf Modelle mit Verbrennungsmotoren als auch elektrifizierte Automobile, die in den vergangenen sechs Monaten parallel die Absatzzahlen in historische Höhen trieben. Die zweigleisige Produktstrategie bietet Chery die Möglichkeit, sowohl schnell und flexibel auf ganz unterschiedliche Anforderungen von Ländern und Märkten, als auch auf Wünsche von Kunden vor Ort zu reagieren.

Die Absatzzahlen im Einzelnen: In der ersten Jahreshälfte 2024 setzte Chery 568.463 Autos in China ab, was einem Anstieg von 72,2% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Gegensatz zu anderen chinesischen Marken ist Chery extrem stark im Export: Mit 532.158 Fahrzeuge konnte man parallel in über 80 Exportmärkten weltweit absetzen, das ist ein Anstieg von 29,4 % im Vergleich zu 2023.

EU-Start 2024 in Spanien: Technikzentrum in Raunheim und Produktion eventuell auch in Barcelona

In Deutschland sollen Fahrzeuge der Chery-Doppelmarke Omoda und Jaecoo im ersten Quartal 2025 in den Showrooms eintreffen. „Der Aufbau der hiesigen Vertriebsgesellschaft hat bereits begonnen“, bestätigt Jochen Tüting, Geschäftsführer der Chery Europe GmbH. Die deutsche Vertriebsgesellschaft wird wie in acht anderen von Chery als Hauptmärkte ausgemachten Regionen eine Tochterunternehmung der Europäischen Sales Holding in den Niederlanden sein. Tüting ergänzt:

„In unserem europäischen Pilotmarkt Spanien sind wir im Februar mit 25 Händlern sehr erfolgreich gestartet.”

Im Sommer startet Chery in Italien, Polen, Ungarn und Großbritannien

In den kommenden Wochen sollen dann Italien, Polen, Ungarn und Großbritannien folgen, so dann alle weiteren europäischen Märkte. In Deutschland werde sich Chery zum Marktstart zunächst auf Metropolregionen und Großstädte konzentrieren. „Jedoch nicht mit Pop-Up-Stores oder sogenannten Erlebniswelten“, erläutert Bart Michalak, Leiter der Chery-Händlernetzentwicklung in Deutschland und ergänzt:

„Unser Ziel ist unverändert der Aufbau eines konventionellen Händlernetzes, so, wie es der Kunde von etablierten europäischen Wettbewerbern gewohnt sind.“

In Deutschland will Chery mit 50 bis 60 Standorten starten

Bei Chery geht man davon aus, mit zunächst 50 bis 60 Standorten gut aufgestellt zu sein, doch mittelfristig sind 80 bis 120 Stützpunkte das Ziel. Im Gespräch ist Chery einerseits mit Mehrmarkenhändlern, denen eine Ergänzung ihres Modellportfolios um eine chinesische Automarke sinnvoll erscheint. Andererseits zeigen auch Vertriebspartner von Premiumherstellern Interesse, so Michalak, da in einigen Fällen ganze Modellreihen im Bereich B-, C- und D-Segment wegfallen sollen. Er erklärt:

„Je nach Region sprechen wir aber auch mit Inhaber-geführten Familienunternehmen, die zwar nicht über viele Stützpunkte, jedoch eine starke Marktdominanz innerhalb der von ihnen betreuten Region verfügen“.

Auch Cherys europäisches Design- und Entwicklungszentrum in Raunheim am Main wächst weiter. Hier passt Chery seit 2018 seine Fahrzeuge unter anderem an die speziellen Bedürfnisse der europäischen Kunden an. Bis zum Jahresende 2025 sollen unweit des Frankfurter Airports insgesamt 150 bis 200 Ingenieure und Designer tätig sein.

Was bedeutet das?

Chery expandiert weiter und ist im Gegensatz zu allen anderen chinesischen Marken extrem exportorientiert – was aber auch staatlicher Plan war: Chery startete einst mit eher günstigen Fahrzeugen in Schwellenländern. Mit den höher positionierten Marken Omoda und Jaecoo will man 2025 auch in Deutschland antreten – mit einem klassischen Händlernetz.

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