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Meinungsbeitrag

Ernis elektrisierende Tricks: Achten Sie auf die Ladetarife!

"Leider ist etwas schiefgelaufen" - liest man leider öfter an Ladepunkten. Wenn man dann die App oder Ladekarte wechselt, kann das teuer werden, denn die Ladetarife klaffen mittlerweile weit auseinander. 

Christoph Erni, unser Kolumnist, ist Gründer von Juice, die unter anderem mit ihren mobilen Ladestationen weltweit führend ist. Er trifft viele E-Fahrer und -Fahrerinnen und freut sich immer, wenn jemand von eigenen Erfahrungen berichtet. | Foto: Juice Technology
Christoph Erni, unser Kolumnist, ist Gründer von Juice, die unter anderem mit ihren mobilen Ladestationen weltweit führend ist. Er trifft viele E-Fahrer und -Fahrerinnen und freut sich immer, wenn jemand von eigenen Erfahrungen berichtet. | Foto: Juice Technology
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Redaktion (allg.)

Frau Zündel war wegen eines Geschäftstermins in München unterwegs und nutze die Meetingzeit, um das Auto an der naheliegenden öffentlichen Ladestation aufzuladen. Doch als sie versuchte, die Ladesäule über die App des Anbieters zu aktivieren, stellte sie fest, dass die App nicht funktionierte. Nach mehrmaligem Versuchen und der immer gleichen Info «Leider ist etwas schiefgelaufen» öffnete sie verärgert die App eines Fremdanbieters, um die Ladung zu starten. Immerhin war das möglich.

Die großen Anbieter verlangen bis zu 300% Aufschlag

Zu ihrer Überraschung musste sie jedoch anstatt 45 Cent pro kWh einfach 69 Cent pro kWh zahlen – 24 Cent pro kWh mehr als beim ursprünglichen Anbieter. "Das ist eine absolute Frechheit", dachte sie fassungslos. Die Preise für das Laden von Elektroautos an öffentlichen Ladesäulen sind in Deutschland sowieso mittlerweile unverschämt hoch. Eine aktuelle Studie von Lichtblick zeigte den doch sehr einleuchtenden Grund dafür auf: die Monopolstellung der großen Anbieter. Die Betreiber diktieren die Ladepreise und verrechnen Wettbewerbern einen Aufschlag von bis zu 300 Prozent. Ein systematisches Diskriminieren neuer oder kleinerer Anbieter – auf Kosten der Nutzenden und der Mobilitätswende.

Frau Zündel ist empört – klimafreundliches Fahren wird nicht nur nicht unterstützt, sondern fast schon sabotiert. Das Laden an der öffentlichen Ladesäule ist beim Schnellladen bis zu 140 Prozent teurer als zu Hause. Die Preise werden völlig sinnfrei in die Höhe getrieben, ohne Rücksicht auf die Verbraucherinnen und Verbraucher.

 

Wäre in Frau Zündels Fall einfach die Zahlung per Kreditkarte oder QR-Code direkt beim Anbieter möglich gewesen, hätte sie für den fairen Preis laden können. So wie es aktuell ist, gibt es zu viele Zwischenhändler, die sich hier bereichern möchten – und das auf Kosten der E-Autofahrerinnen und E-Autofahrer

Was bedeutet das?

Frau Zündel hat die Nase gestrichen voll: Sie wird künftig nur noch an Ladestationen laden, bei denen sie bequem mit Kreditkarte zahlen kann.

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