Entspannung im Strategiestreit

Nach einem 40-minütigen Telefonat der Spitzenmanager von BMW, Daimler und VW soll man sich auf eine gemeinsame Linie geeinigt haben.

Der richtige Anschluss: Im Streit um das Tempo der Transformation hin zur E-Mobilität, soll es eine Einigung gegeben haben. | Foto: Tank&Rast
Der richtige Anschluss: Im Streit um das Tempo der Transformation hin zur E-Mobilität, soll es eine Einigung gegeben haben. | Foto: Tank&Rast
Johannes Reichel

Im Streit um das Tempo und die richtige Strategie beim Übergang zur Elektromobilität stehen die Zeichen offenbar auf Entspannung. Wie das Handelsblatt berichtet, hätten sich die Chefs von VW, BMW und Daimler in einem etwa 40-minütigen Telefonat auf eine gemeinsame Linie verständigt. Einigkeit herrschte dem Vernehmen nach zwischen Herbert Diess, Harald Krüger und Dieter Zetsche schnell über die Tatsache, dass die Elektromobilität im kommenden Jahrzehnt die einzige Technologie sei, mit der sich die europäischen Klimaziele und Umweltgesetze einhalten ließen. In der Debatte um den richtigen Förderansatz sollen jetzt wohl alle drei Konzerne ihre Konzepte an den Branchenverband VDA übermitteln, der daraus dann eine gemeinsame Position gegenüber der Politik erarbeiten soll. Vor allem bei der steuerlichen Förderung von Fahrzeugen mit Verbrennunsmotor hatte es großen Dissens gegeben, VW-Chef Herbert Diess favorisiert eine klare Fokussierung auf reine Elektrofahrzeuge und will auch die Föderung für Plug-In-Hybride zurückschrauben und mittelfristig kappen. Ein VDA-Sprecher sagte laut Handelsblatt, es sei ein konstruktives Gespräch gewesen, über dessen Ergebnisse man zeitnah informieren wolle. 

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