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Energiewende-Award: Energieversorger beschleunigen den Einstieg in die Elektromobilität

Die E-Mobilität bietet Energieversorgern ein neues Geschäftsfeld. Vier regionale Unternehmen engagieren sich in besonderem Maße für die Mobilitätswende – und wurden dafür mit dem Energiewende-Award belohnt.

Schieben Elektromobilität an: Die glücklichen Gewinner des Energiewende-Awards. | Foto: Energiewende-Award
Schieben Elektromobilität an: Die glücklichen Gewinner des Energiewende-Awards. | Foto: Energiewende-Award
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Gregor Soller

Für Autohersteller wird die Infrastruktur immer wichtiger, während im Umkehrschluss regionale Energieversorger die Mobilität entdecken: Beispiel Unna. Dort sorgt der städtische Versorger dafür, dass Elektromobile und Elektrofahrräder in der Kreisstadt auf die Straßen und Radwege kommen. An öffentlichen Ladesäulen versorgt er Elektroautos und E-Bikes mit klimaneutralem Ökostrom. Mit dem Energiewende Award ausgezeichnet wurde die Stadtwerke Unna insbesondere für die Carsharing- und Leasingangebote. Dazu kooperiert das Unternehmen mit dem Fahrzeugvermittler Stadtmobil. Gemeinsam mit einem Autohersteller bieten es seinen Kunden elektrische Automodelle zu günstigen Zahlungsbedingungen an. Ökostrom für etwa 7.000 Kilometer gibt es kostenlos dazu. Mit dem Fahrstrom-Angebot „MobilWATT“ können SWU-Kunden nicht nur an den Stadtwerke-Säulen ihr Elektrofahrzeug füllen, sondern europaweit an über 3.000 Ladestellen von Partnerfirmen tanken. Die echarge+ App des Ladeverbunds innogy e-roaming hilft ihnen, zeitnah und zuverlässig die passende Lademöglichkeit zu finden. Damit bietet SWU ein breites Angebot an Produkten und Dienstleistungen für den Verkehr von Morgen.

Für seine Aktivitäten hat es auf der internationalen Innovationsplattform The smarter E Europe den Energiewende Award in der Kategorie Mobilität verliehen bekommen. Der Preis würdigt Unternehmen, die sich besonders für die Energiewende einsetzen. Die Bonner Markt- und Wirtschaftsforscher von EuPD Research haben dazu die Angebote aller knapp 1.800 Energieversorger im deutschsprachigen Raum bezüglich Strom, Wärme, Mobilität und Energieeffizienz analysiert.

Erfolgreich abgeschnitten hat dabei der Energieversorger Süwag, der grüne Energie in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz erzeugt und verteilt. Mit Wallboxes und Autostromtarifen erleichtert es Privatkunden genauso wie Autohäusern und Betrieben den Einstieg in die Elektromobilität. Letztere können von Kooperationsmodellen ohne Mindestabnahme profitieren. Weil Elektromobilität nur Sinn macht, wenn der Fahrstrom aus erneuerbaren Energien stammt, bietet Süwag alle Elektroautofahrer spezielle Ökostrom-Lösungen, unter anderem mit Autostrom Natur einen Stromtarif zum Laden mit einem eigenen Zähler zuhause und mit Naturstrom 2022 ein Angebot zum Laden mit Haushaltsstrom.

Beim Geschäft mit der Elektromobilität dominiert unter den Versorgern zurzeit der Betrieb eigener Elektrotankstellen. Fast ein Drittel aller Unternehmen baut eine eigene Infrastruktur zum Laden von Elektrofahrzeugen auf. Den größten Aufholbedarf sieht EuPD Research bei Autostromtarifen für Zuhause. Lediglich sieben Prozent der Energieversorger offerieren ein solches Angebot. Die Tarife können in Größe und Umfang variieren. So gibt es passende Autostromtarife für Kunden, die ihr Elektrofahrzeug hauptsächlich für kurze Strecken nutzen, beispielsweise um täglich innerhalb einer Stadt zur Arbeit zu fahren. Doch auch Kunden, die ihr Elektrofahrzeug regelmäßig für große Entfernungen verwenden und dementsprechend oft aufladen müssen, können unter entsprechenden, Deutschland- und europaweit gültigen Tarifen auswählen.

Im Vergleich zu 2017 haben die Energieversorger ihr Angebot an Mobilitätsprodukten langsam, aber stetig ausgebaut. Hatten beispielsweise vor zwei Jahren erst sechs Prozent der Unternehmen Ladesäulen für Privatkunden im Verkauf, finden sie sich inzwischen bereits in jedem fünften Portfolio. „Dieser rasante Anstieg in kürzester Zeit repräsentiert den rasch wachsenden Markt in dem Segment der regenerativen Mobilität und die schnell steigende Nachfrage“, resümiert EuPD in seiner Analyse.

In Österreich hat beispielsweise der unabhängige Naturstromlieferant Alpen Adria Energie (AAE) ein umfangreiches Produktangebot für Elektromobilität aufgebaut. So unterstützt er seine Kunden beim Kauf eines Stromautos und oder einer Ladesäule mit Fördermöglichkeiten. Sie erhalten beispielsweise einen zusätzlichen Preisvorteil, wenn sie ein E-Modell eines französischen Autoherstellers wählen. Das Unternehmen beteiligt sich außerdem in der technischen Entwicklung und beim Ausbau der E-Mobilitätsinfrastruktur.

Auch in das Nachbarland Schweiz ging ein Energiewende Award: an Energie Thun. Der Versorger liefert Ökostrom für Elektrofahrzeuge, den er in eigenen Laufwasserkraftwerken und Solaranlagen produziert. Zudem bietet er mit eCarUp ein einfaches, kostengünstiges System für das Verwalten von Ladepunkten. Mit ihm können Kunden, Mitarbeitende, Mieter und Dritte die vorhandenen Ladestationen nutzen. Das System bietet Lastmanagement-Funktionen und funktioniert mit allen Herstellern. Damit alle Fahrt in Sachen Verkehrswende aufnehmen können.

Was bedeutet das?

Ja, es tut sich was – auch auf regionaler Ebene, wo viele kleine Zahnrädchen dafür sorgen, die Energiewende voran zu treiben. Schön, dass dieses Engagement mit dem Energiewende-Award gewürdigt wird.

 

 

 

 

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