EnBW und REWE kooperieren für HPC-Netz an Supermärkten

Energieversorger und Lebensmittelhändler schließen eine bundesweite Kooperation für die Ausstattung der Märkte mit Schnellladesäulen, startend mit 100 HPC-Punkten bei REWE und Penny.

Laden im Laden: EnBW baut seine strategischen Kooperationen aus und will nach toom auch Filialen von REWE und Penny mit HPC-Punkten bestücken. | Foto: EnBW
Laden im Laden: EnBW baut seine strategischen Kooperationen aus und will nach toom auch Filialen von REWE und Penny mit HPC-Punkten bestücken. | Foto: EnBW
Johannes Reichel

Der baden-württembergische Energieversorger EnBW und der Lebensmittelhändler REWE Group haben eine Kooperation für den Ausbau der Schnellladeinfrastruktur in Deutschland bekanntgegeben. Das Energieunternehmen will im ersten Schritt noch in diesem Jahr mit der Planung der ersten rund 100 Schnellladestandorte bei REWE und Penny starten. So können Kund*innen dort bereits 2022 Lademöglichkeiten nutzen. In den kommenden Jahren ist der weitere Ausbau auf hunderte gemeinsame Standorte geplant, jeweils mit HPC-Säulen und bis zu 300 Kilowatt Leistung. Je nach Ausstattung könne ein Fahrzeug so innerhalb von fünf Minuten Strom für 100 Kilometer laden. Das genüge für eine Woche Fahrstrom und sei sogar bequemer als konventionelles Tanken, wirbt Timo Sillober, der als Chief Sales & Operations Officer bei der EnBW. Wie an allen Ladestandorten des Anbieters werden die E-Autos auch hier mit 100 Prozent Ökostrom versorgt, versichert man. Die jeweiligen Standorte bei der Gruppe werden dabei bis zu zwölf Schnellladepunkte erhalten. 

„Die Partnerschaft mit REWE bringt uns beim deutschlandweiten Ausbau unseres Schnellladenetzes einen weiteren Riesenschritt voran,“ meint Sillober weiter.

Man ermögliche damit Elektromobilitätauch für Fahrer*innen, die weder zu Hause noch am Arbeitsplatz ihr Fahrzeug laden könnten. Als weiteren Vorteil sieht man, dass die Standorte über das gesamte Bundesgebiet verteilt sind, und dort positioniert, wo Lademöglichkeiten gebraucht werden. Der Lebensmittelkonzern zählt mit etwa 6.000 Lebensmittelmärkten zu den größten Unternehmen der Branche. Man beziehe seit 2008 Grünstrom für ihre Märkte, Reisbüros, Logistikstandorte und Verwaltungen und betreibe bereits an ausgewählten Standorten E-Ladesäulen. Nun baue man nun die E-Schnellladensäulen-Infrastruktur massiv aus.

"Ich bin davon überzeugt, dass dies genau der richtige Weg ist, um die Verbreitung der Elektrofahrzeuge weiter zu beschleunigen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz“, erklärte Telerik Schischmanow, Bereichsvorstand der der REWE Group.

Kooperationen mit dem Handel und HyperHubs

Die Zusammenarbeit mit großen Einzelhandelsunternehmen ist für den Energieversorger der Kern der Strategie, Elektromobilität in den Alltag der Kund*innen zu integrieren. Die Standzeiten der E-Autos passten optimal zu den Ladezeiten, erklärt Sillober weiter. Neben vielen anderen Kooperationspartnern aus dem Handel, arbeitet man beim Ausbau der bundesweiten Ladeinfrastruktur unter anderem mit toom, der Baumarkttochter der REWE Group, zusammen. Das gelte im übrigen auch über die Landesgrenzen, weil der österreichische Nahversorger BILLA ebenfalls Teil der REWE Group ist und man dort über sein Joint Venture SMATRICS EnBW auch in Österreich Schnellladestandorte ausbaue. Zusätzlich setzen die Baden-Württemberger auf Partnerschaften mit Immobilienverwaltern und stattet deren Einzelhandelsstandorte mit Schnellladeinfrastruktur aus.

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