EnBW nimmt zwei neue Hochgeschwindigkeits-Ladeparks in Betrieb

Das Energieunternehmen eröffnet zwei neue, überdachte Schnellladeparks in Bad Kissingen-Oerlenbach an der A71 und in Herleshausen an der A4.

Ladepark der EnBW mit High-Power-Charging Ladepunkten.| Foto: EnBW
Ladepark der EnBW mit High-Power-Charging Ladepunkten.| Foto: EnBW
Thomas Kanzler

Die EnBW verdichtet die öffentliche Schnellladeinfrastruktur für Fernreisende. In Bad Kissingen-Oerlenbach an der A 71, Ausfahrt 28, und Herleshausen, an der Ausfahrt 38 der A4 gehen zwei Schnellladeparks ans Netz. In Bad Kissingen-Oerlenbach stehe zwölf, in Herleshausen 16 High-Power-Charging -Ladepunkte mit einer maximalen Ladeleistung von 300 Kilowatt zur Verfügung. In 20 Minuten laden E-Autos damit bis zu 400 Kilometern Reichweite. Beide Ladeparks sind mit einer Photovoltaik-Anlage überdacht und wie an allen EnBW-Ladepunkten laden E-Autos auch hier 100 Prozent Ökostrom.

Bis zu 150.000 Schnellladepunkte notwendig

„Alltagstaugliches Schnellladen ist für uns der Schlüssel zur Mobilitätswende. Wir schätzen den Bedarf für 15 Millionen batterieelektrische Autos auf 130.000 bis 150.000 öffentliche Schnellladepunkte in Deutschland bis 2030“, erklärt Timo Sillober, Chief Sales & Operations Officer bei der EnBW.

Fortschritte bei der Schnellladetechnologie - insgesamt weniger Ladepunkte

Laut EnBW eigne sich langsameres AC-Laden wegen der längeren Standzeiten vorrangig für den privaten bzw. halbprivaten Raum, etwa beim Arbeitgeber. Dagegen würden die Standzeiten beim Laden an den Schnellladestationen immer kürzer.

„Ultraschnelle HPC-Ladepunkte, wie an unseren Ladeparks, können auf derselben Fläche deutlich mehr E-Autos aufladen als AC-Ladepunkte noch vor einigen Jahren, weil der Ladevorgang viel schneller abgeschlossen ist. Geht man von einer Leistung von 200 Kilowatt aus, entspricht das einer Gesamtleistung von etwa 2,5 bis 3 Millionen AC-Ladepunkten. Auch moderne E-Autos laden mittlerweile deutlich schneller“, erläutert Sillober dazu.

In den kommenden Jahren plant die EnBW weiter massive Investitionen in neue HPC-Ladestandorte: Allein bis 2025 investiert das Energieunternehmen jedes Jahr 100 Millionen Euro mit dem Ziel, das Schnellladenetz auf 2.500 Schnellladestandorte zu erweitern. Bereits heute betreibt das Unternehmen mit über 700 Schnellladestandorten deutschlandweit das größte Netz mit Hochgeschwindigkeitsladeinfrastruktur.

Was bedeutet das?

Schell hin und schnell wieder weg – durch die enormen Fortschritte der Lade- und der Akkutechnik verlieren Langstrecken mit modernen Stromern ihren Schrecken. Noch muss man die Reise allerdings mit einem E-Fahrzeug genauer planen als ein Verbrenner – Fahrer. Die von Sillober geforderten bis zu 150.000 Schnellladepunke in Deutschland sind in weiter Ferne.

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