EnBW-Ladepark A93: Wernberg-Köblitz schließt Lücke im Netz

Schnellladepark an der A93 nimmt Betrieb auf, und damit der siebte Schnellladepark in Bayern. Ausbau neben Fernstraßen in Städten und am Einzelhandel. Generell sieht man HPC-Lader als überlegene Technologie, um den steigenden Bedarf der E-Mobilität langfristig zu decken.

Anschluss an der A93: Mit dem HPC-Ladepark in Wernberg-Kölbitz besetzt EnBW einen weiteren strategisch wichtigen Standort zwischen Bayern und Tschechien. | Foto: EnBW/Endre Dulic
Anschluss an der A93: Mit dem HPC-Ladepark in Wernberg-Kölbitz besetzt EnBW einen weiteren strategisch wichtigen Standort zwischen Bayern und Tschechien. | Foto: EnBW/Endre Dulic
Johannes Reichel

Der baden-württembergische Energieversorger EnBW bleibt weiter am Drücker in Sachen Schnellladeinfrastruktur und nimmt in Wernberg-Köblitz den nächsten HPC-Park in Betrieb. Am neuen Großstandort des Energieunternehmens laden E-Autos an zwölf Schnellladepunkten mit einer Leistung von bis zu 300 Kilowatt. „Mit dieser Leistung bieten wir das absolute Maximum an: Je nach Konfiguration lädt ein E-Auto mit 300 Kilowatt innerhalb von 20 Minuten Reichweite für 400 Kilometer“, wirbt Timo Sillober, Chief Sales & Operations Officer bei der EnBW. Der Schnellladepark in Wernberg-Köblitz liegt drei Kilometer entfernt vom Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald. Hier kreuzen sich die Bundesautobahnen 6 (Saarbrücken – Mannheim – Nürnberg) und 93 (Hof – Regensburg – Kufstein).

„Mit entsprechendem Akku fahren E-Mobilist*innen von hier aus ohne Zwischenstopp bis nach Tschechien, Österreich oder Liechtenstein“, ergänzt Sillober.

Die Überdachung ist wie üblich mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, die Solarenergie für den Betrieb des Ladeparks gewinnt, wie generell Kund*innen zu 100 Prozent Ökostrom beziehen. Neben dem Standort gibt es bereits sechs große EnBW-Schnellladeparks im Freistaat: in Unterhaching, Dorfen bei München, Wörth an der Donau, Erlangen, Bad Kissingen Oerlenbach und Erkheim.

Neben Ladeparks entlang von Autobahnen forcieren die Württemberger auch die Schnellladeinfrastruktur in Innenstädten und am Einzelhandel. Insgesamt zählt das Schnellladenetz aktuell über 700 Standorte in ganz Deutschland. 2025 will man dann 2.500 Schnellladestandorte betreiben. Dabei setzt das Unternehmen im weiteren Ausbau klar auf Schnellladepunkte mit hoher Leistung.

„Mit hochmodernen Schnellladepunkten können wir deutlich mehr E-Autos versorgen als mit früher genutzten langsameren AC-Ladepunkten. Daher legen wir den strategischen Fokus auf diese Technologie", begründet Sillober, der bei der EnBW den Bereich E-Mobilität verantwortet.

Bis 2030 erwartet das Unternehmen 15 Millionen zugelassene E-Autos in Deutschland. Mit Schnellladepunkten lasse sich der entstehende Bedarf sehr effektiv decken. Sillober schätzt, dass E-Autofahrer*innen in Deutschland bis dahin 130.000 bis 150.000 Schnellladepunkte benötigen.

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