EnBW: Größter HPC-Ladepark Europas entsteht am Kamener Kreuz

Insgesamt entstehen 52 Schnellladepunkte mit einer Leistung von bis zu 300 Kilowatt. Die Eröffnung ist schon im vierten Quartal 2021 geplant.

Tesla Cybertruck ist schon da: Nur im Modell taucht schon ein Elektro-Pick-up der Kalifornier auf. Bis zum Herbst soll die ganze Anlage Realität werden. | Foto: EnBW
Tesla Cybertruck ist schon da: Nur im Modell taucht schon ein Elektro-Pick-up der Kalifornier auf. Bis zum Herbst soll die ganze Anlage Realität werden. | Foto: EnBW
Johannes Reichel

Der baden-württembergische Energieversorger EnBW hat ein weiteres Großprojekt im Rahmen seines Ausbaus der Schnellladeinfrastruktur angekündigt. Mit dem Schnellladepark am Kamener Kreuz in Nordrhein-Westfalen soll bis zum vierten Quartal Europas größter HPC-Standort entstehen, der über 52 Ladepunkte mit bis zu 300 kW Leistung verfügen soll. E-Autofahrer beziehen zudem zu einhundert Prozent Ökostrom.

„Der Standort in Kamen ist der nächste Schritt beim Schnellladen, nachdem wir seit mehr als einem Jahr im Schnitt täglich einen neuen Schnellladestandort in Betrieb nehmen. Er zeigt, wie das Laden heute und in Zukunft einfach und schnell funktioniert“, sagt Timo Sillober, Chief Sales and Operations Officer bei der EnBW. Der Schnellladepark soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen.

Die Ladesäulen im neuen Park sollen überdacht und beleuchtet sein, eine Photovoltaik-Anlage den Standort mit einer Leistung von bis zu 120 Kilowatt mit Strom versorgen und überschüssige Energie in das örtliche Netz einspeisen. Außerdem verweist man auf das Vorhandensein sanitärer Einrichtungen, womit man einem vielfach geäußerten Kundenwunsch nachkomme, so der Anbieter. Darüber hinaus befindet sich der Standort direkt an der Ausfahrt Kamen am Kamener-Kreuz, eine hochfrequentierte Fernverkehrsader in der Metropolregion Rhein-Ruhr und verfügt in unmittelbarer Umgebung über Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.

Großes Ziel: Bis 2025 mehr Schnellladestandorte als Tankstellen

Der Standort in Kamen zeigt die Qualität und den Fortschritt beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland, meint Sillober. „Wo heute noch eine grüne Wiese ist, werden in rund einem halben Jahr über 50 Autos gleichzeitig schnellladen können", kündigt der Manager an. Bis 2025 wollen die Baden-Württemberger bundesweit 2.500 Schnellladestandorte betreiben. Das seien mehr Standorte als es bei Deutschlands führenden Mineralölunternehmen jeweils Tankstellen gibt.

Seit Anfang 2020 hat das Unternehmen bundesweit 13 große Schnellladeparks mehr als 350 Schnellladestandorte vor allem im urbanen und suburbanen Raum fertiggestellt. Zudem seien 50 Großstandorte in Realisierung und Projektierung und man plane weitere 300 bis 400 kleinere Schnellladestandorte. Für den flächendeckenden Ausbau der Schnellladeinfrastruktur investiert sie jährlich 100 Mio. Euro.

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