EnBW bindet Ionity ins HPC-Netz ein - leider nicht ganz billig

Konsequenter Schritt des ambitionierten Energieversorgers: Mit den Schnellladestationen des Herstellerladenetzes Ionity wachsen an den Fernstraßen die Möglichkeiten - mit 79 ct/kWh aber deutlich teurer.

Der Strom ist schnell, der Preis (noch) nicht heiß: Fürs Laden an Ionity-Punkten zahlen EnBW-Kund*innen 79 ct/kWh - und damit deutlich mehr als 49 oder 39 ct/kWh an den eigenen HPC-Säulen. | Foto: EnBW
Der Strom ist schnell, der Preis (noch) nicht heiß: Fürs Laden an Ionity-Punkten zahlen EnBW-Kund*innen 79 ct/kWh - und damit deutlich mehr als 49 oder 39 ct/kWh an den eigenen HPC-Säulen. | Foto: EnBW
Johannes Reichel

Der baden-württembergische Energiekonzern EnBW treibt den Ausbau seines Schnellladenetzes weiter voran und rundet das Ladeangebot jetzt um den Zugang zu den HPC-Stationen des Automobil-Herstellernetzwerks Ionity ab. Ab dem 30. März 2021 können diese auch die Ladepunkte des Betreibers Ionity mit ihrer EnBW mobility+ App oder Ladekarte nutzen, teilte der Konzern mit. Kund*innen hätten nun speziell bei Auslands- und Urlaubsreisen eine noch größere Auswahl beim Schnellladen im EnBW HyperNetz. Das sieht man mit über 150.000 Ladepunkten als derzeit größtes Netz für Elektromobilität in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz an. Zudem sei man auch in Frankreich, Italien und den Niederlanden flächendeckend vertreten.

Für die Nutzung der Ionity-Ladepunkte gelte aber ein gesonderter Preis von 0,79 Euro je Kilowattstunde (kWh) und zwar unabhängig vom gewählten EnBW mobility+ Tarif. Im Sinne der Kostentransparenz seien die Ladepunkte in der App entsprechend gekennzeichnet. Der hauseigene Tarif an den EnBW-Säulen beträgt lediglich 49 ct/kWh sowie im Vielllader-Tarif sogar nur 39 ct/kWh im DC.

Bereits im März 2019 hatte das Energieunternehmen die ersten Ladetarife eingeführt, die rein auf Kilowattstundenpreisen basieren. Seitdem habe man die Zahl der Länder im Netz verdoppelt und die der Ladepunkte auf mehr als 150.000 verfünffacht. Derzeit betreibt der Energieversorger mit mehr als 500 eigenen Standorten das größte Schnellladenetz im Bundesgebiet und will die Anzahl der Standorte bis 2025 auf 2.500 verfünffachen. Das seien mehr Standorte als im Tankstellennetz des größten deutschen Tankstellenbetreibers, wirbt man weiter.

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