EnBW bindet Fastned-Stationen ein

Bewegung im Schnellladenetz: Die stark expandierende EnBW-Sparte integriert die Stationen des niederländischen DC-Ladepunktspezialisten Fastned und erweitert den Radius damit international.

Öfter schnell geladen: EnBW arrondiert sein Netz mit den Fastned-Standorten beachtlich und vor allem europaweit. | Foto: EnBW
Öfter schnell geladen: EnBW arrondiert sein Netz mit den Fastned-Standorten beachtlich und vor allem europaweit. | Foto: EnBW
Johannes Reichel

Der baden-württembergische Energiekonzern EnBW bleibt weiter am Drücker in Sachen Ladenetz und hat jetzt auch alle Fastned-Schnellladepunkte in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz integriert. Diese stehen zusätzlich zu den mehr als 100.000 Ladepunkten im EnBW HyperNetz für alle EnBW mobility+ Kund*innen ab sofort zur Verfügung. Wie überall gelte auch an den Schnellladepunkten von Fastned der einheitliche Preis je Kilowattstunde.

„Fastned und die EnBW ergänzen sich ideal. So wie wir mit unserem Engagement beim Ausbau der bundesweiten Schnellladeinfrastruktur setzen auch unsere niederländischen Kolleg*innen auf einfaches, schnelles Laden mit 100 Prozent Ökostrom und ein optimales Ladeerlebnis", wirbt Timo Sillober als Chief Sales & Operations Officer der EnBW.

Die in den angebundenen Ländern insgesamt 125 Schnellladestandorte von Fastned (18 in Deutschland, 105 in den Niederlanden und zwei in der Schweiz) mit Leistungen bis 300 Kilowatt verdichten nun das Netz der Baden-Württemberger. Wie auch an eigenen Schnellladern, soll das Laden von Strom für 100 Kilometer Reichweite dort je nach Ladeleistung des E-Autos nur fünf Minuten beanspruchen. Das Laden bei Fastned ist allerdings zunächst nur mit der EnBW mobility+ Ladekarte möglich, schränkt der Anbieter ein.

Europaweite Elektromobilität ermöglichen

Ziel der Zusammenarbeit sei es auch, europaweite Mobilität mit dem Elektroauto noch einfacher zu machen. „Neben dem Ausbau unserer eigenen Schnellladeinfrastruktur spielen Kooperationen eine wichtige Rolle für unser länderübergreifendes und dichtes Ladenetz“, erklärt Timo Sillober.

Rund 100 Millionen Euro investiere das Energieunternehmen bis 2025 jährlich in den deutschlandweiten Ladeinfrastrukturausbau. Mit mehr als 450 eigenen Schnellladestandorten betreibe man bereits heute das größte Schnellladenetz in Deutschland und von 250 neuen HPC-Standorten und zehn Schnellladeparks stamme knapp jeder zweite im vergangenen Jahr neu gebaute deutsche Hochgeschwindigkeits-Ladestandort von der EnBW. Dieses Tempo will das Energieunternehmen auch 2021 beibehalten, die Zahl der Schnellladestandorte soll sich noch in diesem Jahr auf 1.000 mehr als verdoppeln.

Printer Friendly, PDF & Email