EnBW baut nächsten Ladepark nahe dem Autobahnkreuz Hermsdorf

Seit kurzem baut die EnBW einen neuen Schnellladepark für Elektroautos im thüringischen Rüdersdorf. Ab Herbst können E-Autofahrer*innen ihr Elektroauto an einem der zwölf Schnellladepunkten mit bis zu 300 Kilowatt Leistung laden.

Baustart im Sonnensommer 2022: Ab Herbst 2022 soll Rüdersdorf nahe der Kreuzung der A4 und A9 "ans Netz" gehen. | Foto: EnBW
Baustart im Sonnensommer 2022: Ab Herbst 2022 soll Rüdersdorf nahe der Kreuzung der A4 und A9 "ans Netz" gehen. | Foto: EnBW
Gregor Soller

EnBW rüstet am Autobahnkreuz Hermsdorf auf: Bei einem 20-minütigen Ladestopp können Fahrzeuge mit hoher Ladeleistung dann theoretisch bis zu 400 Kilometer Reichweite „ziehen“. Dementsprechend können E-Mobilist*innen nach einer Vollladung in Rüdersdorf bequem bis nach Berlin oder in den Süden bis nach Nürnberg und Ingolstadt fahren. Der neue Ladepark liegt günstig im Fernverkehrsdreieck zwischen Leipzig, Erfurt und Chemnitz, wo die A4 die A9 kreuzt.

Timo Sillober, Chief Sales & Operations Officer der EnBW, erklärt dazu:

„Eine bedarfsgerecht ausgebaute Schnellladeinfrastruktur ist die Grundvoraussetzung für Reisen mit dem E-Auto. Daher bauen wir unsere großen Schnellladeparks auch an zentralen Verkehrsadern aus, so wie hier in Rüdersdorf“

Der Standort befindet sich direkt an der A4, Autobahnausfahrt 57, und nahe dem Autobahnkreuz Hermsdorf, wo die Autobahn A9 kreuzt: Damit liegt der neue Schnellladepark optimal zwischen Leipzig, Erfurt und Chemnitz. Der Ladepark ist mit einer Photovoltaikanlage überdacht, die Energie für den Betrieb des Ladeparks gewinnt. E-Autofahrer*innen laden an allen EnBW Standorten grundsätzlich 100 Prozent Ökostrom.

Was bedeutet das?

Die EnBW ist mit über 700 Standorten nach eigenen Angaben Betreiberin des größten Schnellladenetzes Deutschlands und verdichtet seit Jahren konsequent ihre Ladeinfrastruktur für E-Autos. 2025 plant das das Energieunternehmen, 2.500 Schnellladestandorte zu betreiben. Das sind mehr Standorte als es bei Deutschlands führenden Mineralölunternehmen je Tankstellen gibt.

Bis 2030 rechnet die EnBW mit einer Anzahl von etwa 15 Millionen Elektroautos in Deutschland, wozu es einen Gesamtbedarf von 130.000 –150.000 Schnellladepunkten gibt. Positiv: In den letzten Jahren hat die Schnellladetechnologie weitere Fortschritte erzielt, sodass man laut EnBW mittlerweile deutlich mehr E-Autos an einem Standort vollladen und so dem wachsenden Bedarf gut begegnen könne. Damit soll sich die Anzahl an hochleistungsfähigen HPC-Ladepunkten im Vergleich zu heute bei EnBW verachtfachen.

 

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