EnBW: 720 Ladepunkte in ganz Deutschland

EnBW treibt die öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektroautos voran. Als erstes Bundesland verfügt Baden-Württemberg seit Herbst 2019 über ein flächendeckendes Ladenetz für Elektroautos im Zehn-Kilometer-Raster.

Auh intern baut EnBW die Ladeinfrastruktur aus. | Foto: Paul Gärtner/EnBW
Auh intern baut EnBW die Ladeinfrastruktur aus. | Foto: Paul Gärtner/EnBW
Gregor Soller

Das „Zehn-Kilometer-Raster“ war schon Gegenstand auf der 6. Fachkonferenz "Elektromobilität vor Ort" des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in Stuttgart 2019. Da war man noch kurz davor, das „Flächenland“ Baden-Württemberg im Zehn-Kilometer-Raster zu versorgen. Mittlerweile ist das geschafft und die EnBW baut ihr Ladenetz weiter aus. Dabei liegt den Karlsruhern nicht nur die öffentliche Versorgung mit Ladeinfrastruktur am Herzen: Auch für seine Mitarbeiter bietet die EnBW immer mehr Lademöglichkeiten.

EnBW treibt die Mobilitätswende auch intern voran

Im Rahmen des Projekts „interne Ladeinfrastruktur“ (iLIS) wurden 2019 bereits 65 Standorte der EnBW mit rund 580 Ladepunkten versehen. Bis zum Sommer sind weitere 55 Standorte mit zusätzlichen 140 Ladepunkten geplant. Tobias Rudolph, Projektleiter für die interne Ladeinfrastruktur bei der EnBW ist stolz auf das hohe Ausbautempo:

„720 Ladepunkte an 120 Standorten in knapp 18 Monaten. Das sind die Zahlen, die beschreiben, was hinter iLIS steckt. Die Planung und Umsetzung des Projektes erfolgten dabei komplett intern. Durch die Zusammenarbeit mit dem Bereich Elektromobilität und der 100 prozentigen Tochtergesellschaft Netze BW, konnten wir somit im Schnitt einen Standort pro Woche mit Ladeinfrastruktur ausstatten.“

Die Standorte verteilen sich dabei bundesweit, ausgehend von den größten Standorten in Karlsruhe und Stuttgart. Heiko Luft, der den Bereich Unternehmensmobilität & Dokumentenlogistik bei der EnBW leitet, ergänzt dazu:

„Mit der internen Ladeinfrastruktur treiben wir die Mobilitätswende auch innerhalb des Unternehmens voran. Wir ermöglichen so unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ihr E-Auto während der Arbeitszeit zu laden und machen ihnen den Umstieg auf die Elektromobilität denkbar einfach.“

Luft betont, dass der Service nicht nur für Mitarbeiter, sondern auch für Besucher gedacht ist. Außerdem kooperiert man mit ChargeHere:  An acht Standorten mit knapp 300 Ladepunkten nutzt EnBW die intelligente Ladelösung des eigenen Start-ups ChargeHere. Konrad Benze, Leiter von ChargeHere, hebt hier vor allem das dynamische Lastmanagement hervor:

 „Vor allem an Standorten mit einer großen Anzahl an Ladepunkten ist unsere Lösung samt dynamischem Lastmanagement sinnvoll: Es sorgt dafür, dass die verfügbare Netzanschlussleistung optimal ausgenutzt wird, um viele E-Autos sequenziell während der Standzeiten zu laden. Lastspitzen können wir dadurch begrenzen.“

Die eigens entwickelte intelligente Ladelösung kommt zum Einsatz, wenn viele Ladepunkte in Parkhäusern, bei Unternehmen und Mehrfamilienhäusern benötigt werden. Statt jeden Parkplatz einzeln mit einer Wallbox auszustatten, setzt ChargeHere auf einen zentralisierten Ansatz. Das Konzept ermöglicht zudem ein dynamisches Lastmanagement und ein gesteuertes Laden der Elektrofahrzeuge.

Was bedeutet das?

EnBW bleibt voll auf dem Gas respektive Fahrpedal, was den Ausbau der Ladepunkte angeht. Damit tritt das Baden-Württembergische Unternehmen als bisher einziger „Regionalversorger“ deutschlandweit auf. Nächstes Thema ist auch hier das dynamische Lastmanagement, um mit möglichst geringen Anschlussleistungen agieren zu können.

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