EnBW: 300kW-Schnelllader an Toom-Baumärkten

EnBW wird auch an Toom-Baumärkten HPC-Säulen installieren, an denen mit bis zu 300 kW geladen werden kann.

Künftig können Toom-Kunden mit bis zu 300 kW laden, während sie einkaufen. | Foto: EnBw
Künftig können Toom-Kunden mit bis zu 300 kW laden, während sie einkaufen. | Foto: EnBw
Gregor Soller

Schnellladen am Baumarkt: Diesen Plan setzt EnBw jetzt mit Toom um. Im ersten Schritt stattet der Karlsruher Energieversorger 30 der insgesamt mehr als 330 Toom-Standorte in Deutschland mit Schnellladeinfrastruktur aus. Weitere sollen folgen. Die HPC-Säulen werden über eine Leistung von bis zu 300 kW verfügen und zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben. Die EnBW erweitert so ihr Schnellladenetz auch in Gewerbegebiete hinein. Neben Raststätten und Tankstellen entlang von Autobahnen seien auch Knotenpunkte im und um den urbanen Raum herum wichtige Standorte, um hohe Ladeleistungen anzubieten. Sie seien insbesondere für Nutzer wichtig, die keine private Ladestation zu Hause haben. Timo Sillober, Chief Sales & Operations Officer bei der EnBW, erklärt dazu:

„Baumärkte sind ideale Standorte für Schnellladestationen.“

Interessanter Nebenaspekt: Toom gehört zur Rewe-Gruppe und ist mit mehr als 330 Märkten einer der führenden Anbieter in der deutschen Baumarktbranche. Jörg Krawinkel, Bereichsleiter Immobilien bei Toom ergänzt:

„Uns ist wichtig, auch unseren Kunden das Laden ihrer E-Autos an unseren Märkten zu ermöglichen.“

EnBw macht beim Ausbau mächtig Tempo

Der Konzern mit Sitz in Köln betreibt sämtliche seiner Märkte nach eigenen Angaben mit Ökostrom.Zurzeit bietet EnBw knapp 450 Standorte mit Schnellladern an. Doch man macht weiter Tempo: Schon 2021 sollen 1.000 Schnelllade-Standorte mit bis zu 3.000 Ladepunkten stehen. Timo Sillober, Chief Sales & Operations Officer bei der EnBW, erzählt stolz:

„Im Durchschnitt nehmen wir momentan täglich einen neuen Schnellladestandort in Betrieb.“

Dazu tragen auch die Schnelladeparks an der A8 in Rutesheim und der an der Autobahnraststätte Werratal an der A4 bei. Dazu nutzt die EnBw aber verschiedene Betreiberformen: In Rutesheim betreibt EnBW die Anlage selbst, während die Schnelllader an Raststätten in der Regel in Kooperation mit Unternehmen wie Tank & Rast installiert werden. Dabei können die Schnelllader durchaus auch mit den Zapfsäuln unter einem Dach stehen, wie in Werratal Süd geschehen: Dort wurden Mitte September drei Hypercharger direkt neben den Zapfsäulen für Kraftstoffe installiert.

Was bedeutet das?

Die klassischen Schnellladerstandorte an der Autobahn ergänzt EnBw jetzt um Stationen in der Fläche und um komplette Ladeparks – so soll die Zahl der Schnellader bis 2021 mehr als verdoppelt werden.

Printer Friendly, PDF & Email