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eMove360°: RAP zeigt Elektroscooter mit Kofferaufbau

Chinesisches Unternehmen entwickelt ein leichtes elektrisches Lieferfahrzeug mit flexiblem Box-Konzept, das ideal für Paketlieferdienste und Food Delivery sein könnte.

Geneigter Fahrer: Das E-Tricycle Bange von RAP soll gute Fahrdynamik und Komfort bieten, dank Neigetechnik. | Foto: J. Reichel
Geneigter Fahrer: Das E-Tricycle Bange von RAP soll gute Fahrdynamik und Komfort bieten, dank Neigetechnik. | Foto: J. Reichel
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Johannes Reichel

Der chinesische Hersteller RAP Intelligent Vehicle Co. hat auf der Messe ein vollelektrisch angetriebenes Liefer-Trike mit Kühlkofferaufbau und Neigetechnik vorgestellt, das schon im nächsten Jahr auf den europäischen Markt kommen soll. Dabei soll der Mikromobilitätsspezialist Stint Urban Mobility aus den Niederlanden als Generalimporteur, Vertrieb und Service fungieren. Der dreirädrige Scooter sei aber nicht für China, sondern für Europa designt worden, heißt es dazu am Stand. Hinter der RAP SEV steckt der 2013 gegründete E-Mobilitätsspezialist CENNTRO Automotive Group. Geplant sind Stückzahlen von bis zu 30.000 Einheiten. Das Fahrzeug mit dem Namen Bange stellt ein 2,92 Meter langes, 98 Zentimeter breites Tricycle mit um 18 Grad neigbarer Fahrerkanzel dar, auf dessen Rahmen ein 1,4 Kubikmeter großer Koffer, wahlweise eine Kühlbox Platz findet. Der Hersteller peilt damit auf die Lebensmitteldistribution, die Last-Mile-Delivery, aber auch Medizintransporte, bei denen eine Kühlkette gewährleistet sein muss.

Die neigbare Kanzel soll hohen Fahrkomfort und gute Sicherheit des Fahrzeugs ermöglichen. Das Leergewicht des blanken Fahrzeugs beträgt 265 Kilo, die Zuladung liegt bei 180 Kilogramm. Als Variante mit Kühlbox können in zwei Größen von 0,45 bis zu ein Kubikmeter Fracht befördert werden, die Nutzlast beträgt hier 90 bzw. 150 Kilogramm, die Kühltemperaturen liegen zwischen von -18 bis +10 Grad Celsius. Als weitere Varianten gibt es eine kurze "Oak"-Version mit kühl- und heizbarem Zweikammer-Aufbau. Auch eine Variante des Bange mit langem Radstand ist verfügbar, als Fahrgestell und Pickup sowie Kombivariante mit bis zu sechs Sitzplätzen.
 

Bis zu 120 km Reichweite, Solarpanel am Dach

Angetrieben wird das Trike von einem 4 kW starken 48-Volt-AC-Asynchron-Elektromotor, der an der Hinterachse platziert ist und der über 12 Nm Drehmoment verfügt. Die Energie liefert ein Lithium-Eisenphosphat-Akku, der zentral im Chassis untergebracht ist und über 7 kWh Kapazität verfügt, genug für bis zu 120 Kilometer Reichweite. Wahlweise gibt es einen schlichteren Blei-Akku mit 5,8 kWh Kapazität, der 100 Kilometer Reichweite bieten soll. Die Höchstgeschwindigkeit des Cargo-Scooters beträgt 45 km/h. Für zusätzliche Energie unterwegs sorgt ein Solarpanel am Dach, das die tägliche Reichweite um bis zu 15 Kilometer ausdehnen soll und das die Nebenverbraucher wie die integrierte Rückfahrkamera sowie das Innenlicht versorgt. Im wettergeschützten Cockpit sorgt ein Farbdisplay für Information sowie zeitgemäße Konnektivität via Bluetooth-Verbindung. Ans Fahrzeug gekoppelt ist eine Smartphone-App, mit der der Nutzer den Zustand, Standort oder Telematikdaten abfragen kann. Auch eine Telematikanwendung für größere Flotten sowie eine GPS-Ortung soll es geben. Über den Preis des E-Tricycles wurde allerdings noch nichts verlautbart. Auch der E-Cargobike-Hersteller Rytle denkt offenbar über eine Adaption des RAP Bange nach: In jedem Fall hatte man eine im Firmendesign gestaltete KEP-Koffervariante des E-Scooters auf der IAA ausgestellt.

Der niederländische Hersteller des Stint Noorenz B.V. ist mittlerweile auch Vertriebspartner des Tripl, einem vom dänischen Energieversorger EWII entwickelten E-Cargo-Scooter mit 750-Liter-Frontladerbox, das ebenfalls auf der Messe ausgestellt war und das auch vom deutschen KEP-Lieferdienst Hermes probeweise eingesetzt wird.

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