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eMove360°: Quantron trifft mit E-Umrüstungen einen Nerv

Neu gestarteter Anbieter präsentiert sich auf der Messe und erfreut sich bereits kurz nach dem Start hoher Nachfrage nach Remanufacturing-Dienstleistungen rund um die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen.

Wunschkonzert: Quantron hat sich die Nische elektrischer Aus- und Umrüstungen von Nutzfahrzeugen und Bussen spezialisiert. | Foto: J. Reichel
Wunschkonzert: Quantron hat sich die Nische elektrischer Aus- und Umrüstungen von Nutzfahrzeugen und Bussen spezialisiert. | Foto: J. Reichel
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Johannes Reichel

Das Remanufacturing-Unternehmen Quantron aus Ulm, eine Ausgründung der Haller Nutzfahrzeuge/Gersthofen, hat bereits kurz nach dem Start seiner Dienstleistungen zahlreiche Aufträge eingesammelt und sieht eine anhaltend hohe Nachfrage für die Organisation und Abwicklung von Elektrifizierungsprojekten für Nutzfahrzeugflotten. Auch auf der Messe selbst, wo man erstmals geballt sein Portfolio präsentiert, sei das Interesse groß.

„Wir beginnen da, wo die großen Hersteller aufhören“, erklärte Marketingchef Serhat Yilmaz auf der Messe.

Dabei gehe es nicht darum, den OEMs oder den kleineren Anbietern von elektrisch angetriebenen Nutzfahrzeugen und Bussen Konkurrenz zu machen, sondern das Angebot in einem Nischensegment zu bündeln und dem Kunden einen individuell maßgeschneiderten Service aus einer Hand anbieten zu können. Man sieht sich also mehr als Systemintegrator und Schnittstelle denn als eigener Hersteller. Das betreffe vor allem auch die Umrüstung von Bestandsfahrzeugen.

E-Van von Gruau: Portfolio von 3,5 bis 44 Tonnen

Hier sieht man bei dem im Juli 2019 gestarteten Jungunternehmen einen doppelten Nachhaltigkeitseffekt, weil Ressourcen länger genutzt würden. Der alte Antriebsstrang wird dabei an den Hersteller zurückgegeben, etwa um Ersatzteile zu generieren. Aktuell hatte Quantron sein Sortiment neben der City- und Werks-Logistik, der Kommunal- und Bauwirtschaft, der Bus-Logistik auch um den speziellen Bereich der Flughafen-Busse erweitert, wo man ein Umrüstkit für die populären Cobus-Modelle anbietet. Auf der Messe war neben den Verteiler-Lkw von E-Force und Emoss auch der vollelektrische 3,5-Tonnen-Transporter von Gruau mit Dreizonen-Heimlieferausbau zu sehen, den man ebenso ins Portfolio aufgenommen hat. Damit reicht die Spannbreite an elektrischen Nutzfahrzeugen jetzt von 3,5 bis 44 Tonnen. Die gesamte Produktionskapazität liege bei 5.000 Fahrzeugen, so Yilmaz. Derzeit blicke man auf ein Umrüstungsvolumen im Wert von 54 Millionen Euro.

„Wir verbinden die Ingenieurskunst der Hersteller mit unserem Know-How über die Kundenbedürfnisse“, betont auch Quantron-Vorstand und Gründer Andreas Haller.

Beim Remanufacturing greife man auf die Lösungen bestehender Anbieter zurück, darunter auch Umrüster wie E-Force, Emoss oder Gruau. Diese Modelle würden dann individuell auf die Kundenbedürfnisse angepasst. Ein wesentlicher Punkt sei auch, dass man über 700 Partnerwerkstätten im Alltrucks-Netzwerk auch einen Vor-Ort-Service sicherstellen könne, gerade bei den Produkten von Nischenanbietern ein wichtiger Faktor für den Kunden. Um die Werkstätten vor Ort auch fit zu machen für die Hochvolttechnologie organisiere man ausgehend von den Schulungen des eigenen Personals auch Trainings für die Partnerwerkstätten. Auch um die passende Ladeinfrastruktur kümmert sich der Anbieter, mit Hilfe des Partners Enercharge.

„Ganz klar, mit dem Aufkommen der Elektromobilität gehen die Umsätze in den traditionellen Servicebereichen schon jetzt zurück. Hier fällt einfach deutlich weniger Wartungsaufwand und Wertschöpfung an. Da müssen wir natürlich überlegen, wie wir die Weichen stellen und das kompensieren können“, meint Haller zum Hintergrund.

Er spürt auch international große Nachfrage nach diesen Dienstleistungen und will diese auch in Südamerika, Afrika und dem Nahen Osten anbieten, mit Dependancen in Rio de Janeiro, Lagos/Nigeria sowie Tel Aviv/Israel.

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