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eMove360°: Carit HopOn – elektrischer Alleskönner für die letzte Meile

Der neue Anbieter Carit stellt auf der Messe erstmals sein klappbares, palettentaugliches und ultrakompaktes, elektrisches Plattformgefährt vor, das ideal sein soll für Letzte-Meile-Verkehre im KEP-Bereich.

Fahrbare Plattform: Der bis 20 km/h schnelle HopOn soll die robuste und kompakte Lösung für urbane Transportaufgaben sein. | Foto: J. Reichel
Fahrbare Plattform: Der bis 20 km/h schnelle HopOn soll die robuste und kompakte Lösung für urbane Transportaufgaben sein. | Foto: J. Reichel
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Johannes Reichel

Die Münsteraner Firma Carit Automotive hat zur Messe erstmals sein palettentaugliches und ultrakompaktes Leichtelektrofahrzeug HopOn vorgestellt, das sich speziell an gewerbliche Nutzer etwa im KEP-Bereich, der Entsorgung oder Servicebetriebe wendet. Das plattformartig gestaltete Fahrzeug basiert auf einem vierrädrigen Fahrwerk, das aus Komponenten aus dem Automotivebereich zusammengestellt ist und dessen Hinterräder elektrisch angetrieben werden. Für Vortrieb bis unter 25 km/h sorgt ein 1,7 und wahlweise 3 kW starker Elektromotor (60 oder 72 Volt), letzterer mit 20-Prozent Steigungsfähigkeit. Für Verzögerung sorgt neben einer Rekuperationsfunktion vorne eine Scheibenbremse, hinten Trommelbremsen. Im Stehen sorgt eine automatische Getriebesperre für sicheren Stand.

Ausreichend: 30 bis 60 Kilometer Reichweite

Die Reichweite soll in der Basis 30, optional bis zu 60 Kilometer betragen. De Akkus sind unter der Ladeplattform angebracht, was zudem für eine sichere Straßenlage dank niedrigem Schwerpunkt sorgen soll. Der Fahrer agiert auf einem stufenlos verstellbaren Hocker in einer Art Halbstehposition hinter einer klappbaren Wand, an die sich die Ladung oder wahlweise auch Container oder Boxen anschließen. Das Lenkrad mit Seilzugverbindung zu den Vorderrädern ist flach an der Wand platziert, die LED-Blinker und andere Bedienschalter sind unmittelbar daneben angeordnet und leicht erreichbar. Ein monochromes Display informiert über die wichtigsten Fahrdaten, etwa den Akkuladestand, Tempo oder Fehlermeldungen. Zudem gibt es zwei USB-Anschlüsse.
 

Die Ladeplattform des nur 1,95 Meter langen und 84 Zentimeter schmalen Gefährts verfügt über Pallettenlänge sowie –breite und ist mit versenkbaren Zurrösen, Airline-Schienen sowie einer robusten Kunststoffhartfaserplatte versehen. Die Nutzlast des bis zu 510 Kilogramm schweren Fahrzeugs beträgt 250 Kilogramm. Auch an einen versenkbaren Witterungsschutz aus Polycarbonat hat der Anbieter gedacht. Auch ein Wechselsystem mit Containern, die im Logistikzentrum vorkommissioniert werden können, ist in der Entwicklung. Zudem kann der HopOn während der Zustellung per Fernbedienung mitgeführt und per Wegfahrsperre verschlossen werden. Optional sind Transponder für Container und Fahrzeug erhältlich, die ein Tracking ermöglicht.  

Flach unterm Dach: Verstauung per Lift im Laderaum

Ist die Wand eingeklappt weist das Gefährt lediglich eine Höhe von 42 Zentimetern auf, was das LEV auch für die Mitnahme etwa in Transportern geeignet machen soll. Hier hat der Anbieter auch eine Aufdachverstaulösung mit einem Frachtraumlift in Kombination mit einer ausziehbaren Rampe realisiert, was die gleichzeitige Beförderung etwa von Paketen sicherstellen soll. Der Zusteller kann dann für die Letzte Meile auf das LEV zurückgreifen.

„Wir wollten bewusst kein E-Cargobike gestalten, das erscheint uns für professionelle Zwecke weniger geeignet“, erklärt Geschäftsführer Günter Grodde.

Hier habe man bei der Entwicklung des HopOn sehr stark von den Erfahrungen aus Pilotprojekten in der KEP-Branche wie etwa bei DPD in Nürnberg profitiert und auch die Empfehlungen aus einem Fachbuch des Nürnberger Logistik-Wissenschaftlers Ralf Bogdanski profitiert. Daher setzte man auch ausschließlich auf Komponenten aus dem Automotivebereich, die die nötige Robustheit aufwiesen, skizziert der Unternehmer weiter. Außerdem habe man auf eine schmale Spurweite geachtet, sodass das Gefährt sowohl radweg- als auch durchfahrtauglich durch Wegpoller ist. Das Fahrzeug, das als fahrbarer Prototyp auf der Messe ausgestellt war, soll jetzt zügig homologiert und mit europäischer Typgenehmigung zugelassen werden. Für die Produktion ist man mit einem Partner in Polen im Gespräch.

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