eMove 360°: Hochindividuelle Lösungen von Weidmüller

Vor allem für B2C, aber auch für den öffentlichen Raum plant Weidmüller ein extrem buntes Portfolio an Ladetechnik, das schwerpunktseitig AC-Laden von 3,7 bis 22 kW umfasst.

Starke Idee: Die Retro-Säule in Parkuhrenoptik wird kommen! | Foto: G. Soller
Starke Idee: Die Retro-Säule in Parkuhrenoptik wird kommen! | Foto: G. Soller
Gregor Soller

Auch bei der Ladetechnik kommt es zu ersten Konzentrationen: So verwies man uns aum Wallbe-Stand an Weidmüller. Denn die Weidmüller Mobility Concepts GmbH & Co. KG, eine 100-prozentige Tochter der Weidmüller Gruppe, hat 25,1 Prozent an der Paderborner Wallbe GmbH von der enercity AG erworben. Wallbe ist Komplettanbieter von E-Mobility-Ladelösungen mit Schwerpunkt „öffentliches Laden“. Außerdem bietet Wallbe cloudbasierte Betriebsservices an und entwickelt intelligente Bezahl- und Abrechnungsfunktionen. Künftig sollen beide Betriebe mit unterschiedlichen Schwerpunkten in einer Zweimarkenstrategie weitergeführt werden, wobei man die Technik vor allem im preissensiblen B2C-Markt aneinander angleichen wird.

Wie bunt ein Portfoilo da ausfallen kann, demonstrierten Thomas Kriete, Managing Director bei Weidmüller und Matthias Bönsch, Leiter der Elektromechanikentwicklung. Weidmüllers Standardprodukt ist eine trommelförmige B2C-Wallbox, auf die sich nach belieben kreisrunde grafische Elemente aufsetzen lassen können. „Künftig wird es auch möglich sein, dass die Kunden uns ein Foto ihrer Wahl hochladen, dass wir dann auf die Abdeckung aufbringen können“, erklärt Kriete hier die nächsten Schritte. Während Bönsch die Abdeckung schon abnimmt und auf die darunter verborgene „Fehlerstromklappe“ verweist, hinter der der Nutzer das Gerät „zurücksetzen“ kann. Außerdem weist Bönsch auf den Netzschalter hin, mit dem man die Wallbox wirklich komplett abschalten kann: „Dann haben sie wirklich null Watt Verbrauch!“

Außerdem ergänzt man das Spektrum um eine Zusatzdose. Aktuell kann man aber nur an der „Master“- oder der Zusatzstation laden, mit Energiemanagement soll es künftig auch möglich sein, zwei Pkw unabhängig voneinander zu laden. Das Lastmanagement kann den Strom dann anteilig nach Bedarfen verteilen. Außerdem entwickelt man dazu natürlich die nötige Software weiter. Der Vorteil der beiden Boxen ist außerdem, dass man sich mit ihnen Kabellänge sparen kann.

Ganz große Show ist der DC-Lader, bei dem sich außer den laderelevanten Einstellungen auch Details wie die Beleuchtung einstellen lassen: Je nach Gusto kann man hier zwischen verschiedenen Lichtfarben und Beleuchtungseinstellungen wählen. Der DC-Lader bietet 25 kW bei 97% Wirkungsgrad. Außerdem tüftelt man an Gesamtpaketen, die auch das Strommanagement und Photovoltaikanlagen mit einbinden.

Für den öffentlichen Bereich gedacht ist dagegen die Retro-Ladesäule in Parkuhrenoptik! Die entsperrt Kriete aktuell per Chip, künftig soll das aber natürlich per App möglich sein. An Details wird man noch etwas feilen, aber die mechanische Anzeige wird bleiben. Sogar die Zählwerke sollen mechanisch laufen: „Wir müssen nur noch sehen, wie wir das Eichrechtskonform hinbekommen“, erklärt Kriete die weiteren Pläne.

Was bedeutet das?

Unter all den Ladetechnikanbietern arbeitet Weidmüller am stärksten mit Emotionen und integriert damit einen Aspekt in das Laden von E-Autos, der bis jetzt völlig unbeachtet blieb: Laden kann auch Spaß machen!

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