eMove 360° 2019: Delta zeigt neue smarte Ladetechnik

Auch Delta nutzte die eMove 360° zur Präsentation neuer Stationen

Kompakt und stark: Die Delta AC Max. | Foto: Delta
Kompakt und stark: Die Delta AC Max. | Foto: Delta
Gregor Soller

Auch Delta nutzte die eMove 360° für seine neuen Stationen: Darunter die neue AC MAX 22 kW. Sie soll eine extrem niedrige Stand-by-Leistung bieten, was zu niedrigen Stromkosten beitragen soll. Sie ist remote-upgrade- und netzwerkfähig, hat eine OCPP-Protokollunterstützung für die Backend-Integration sowie RFID-Leser für die Benutzeridentifikation. Die Betreiber können wählen, ob sie die Fahrzeuginhaber entweder per RFID-Leser oder einem Benutzeridentifikation-Mechanismus nach ISO 15118 identifizieren möchten. Der zertifizierte Zähler, der in die Ladestation AC MAX integriert ist, ist laut Delta in der Lage, die Höhe der Gebühr genau zu berechnen und Daten für das Zahlungssystem als Grundlage für die Abrechnung bereitzustellen. Die Unterstützung der Ladestation AC MAX durch das OCPP-Kommunikationsprotokoll und die drahtlosen Netzwerkkommunikation ermöglicht es der Station, entsprechende Informationen an ein Backend-Managementsystem oder Deltas Managementsystem für EV-Ladeinfrastrukturen zu übertragen. Das bedeutet, dass die Betreiber von Ladestationen diese fernsteuern und ihren Ladezustand vor Ort über ein Dashboard in einer zentralen Leitwarte einsehen können. Die AC MAX unterstützt die Ladeschnittstellen SAE J1772, IEC 62196-2 und GB/T 20234 und ist damit in den meisten Ländern kompatibel mit den verwendeten Ladestandards. Delta bietet drei Versionen für unterschiedliche Nutzungsanforderungen an - eine Basisversion für den Standalone-Betrieb, eine intelligente Version für das dezentrale Netzwerkmanagement und eine Premiumversion mit einem angeschlossenen zertifizierten Zähler für Zahlungsanwendungen.

Darüber rangiert die neue Delta DC City 100 kW. Sie soll 94 Prozent Wirkungsgrad bieten und modulares Design mit hoher Verfügbarkeit. Und natürlich entwickelt auch Delta ein eigenes Infrastruktur-Managementsystem. Das System bietet außerdem eine dynamische Lastenverteilung, Netzwerkkonnektivität, IP55-konforme Gehäuseschutzart, einen integrierten RFID-Leser und eine einfache Backend-Integration, um die betriebliche Effizienz der Ladedienstleistungen zu optimieren.

Wichtig: Das modulare Design der DC City Ladestation ermöglicht eine hohe Verfügbarkeit der Ladedienste, da ein Versorgungsmodul problemlos getauscht werden kann und bei einem Ausfall der weitere Betrieb schnell gesichert werden kann. Das bedeutet, dass bei Ausfall eines Moduls die anderen Module weiter Strom liefern, ohne dass der gesamte Betrieb beeinträchtigt wird. Darüber hinaus müssen die Betreiber bei der Wartung nur die ausgefallenen Module austauschen, was die Wartungszeiten und die Ausfallzeiten deutlich reduziert und eine hohe Verfügbarkeit der Ladestationen gewährleistet.

Die DC City kann mit ihrer dynamischen Lastverteilung zwei Elektrofahrzeuge gleichzeitig laden und so sicherstellen, dass die entsprechende Leistung automatisch entsprechend dem tatsächlichen Bedarf verteilt wird. Fürs Backend gibt es OCPP-Kommunikationsprotokolle mit Verbindungsmöglichkeiten über Ethernet, drahtlose und mobile Verbindung sowie Bluetooth.

So können die Ladezustandsinformationen in jedes Backend-Managementsystem integriert werden, welches das OCPP-Datenformat unterstützt. Sowohl die Front- als auch die Backend-Integration ist daher für die Betreiber sehr einfach, unabhängig davon, ob sie sich für Deltas Infrastruktur-Managementsystem für Elektrofahrzeug-Ladestationen entscheiden, ihr bestehendes System nutzen oder Daten in intelligente Gebäude- und Energiemanagement-Plattformen integrieren.

Außerdem stellt auch Delta intelligente Ladeinfrastrukturlösungen für Elektrofahrzeuge vor. Vincent Lin, Senior Director von e-Mobility & Smart Energy Solutions für die Region Delta Electronics EMEA, stellte hier das Ladegerät V2X vor, welches das Fahrzeug mit Gebäude oder Netz verbindet und so einen bidirektionalen Energieaustausch ermöglicht.  In Kombination mit dem Home Energy Management System (HEMS) macht das V2X-Ladegerät aus dem Energieverbraucher Elektrofahrzeug einen mobilen Energiespeicher, der als Energiequelle dient, und ermöglicht so intelligentes Laden/Entladen für eine effizientere Strombereitstellung als auch die Einspeisung ins Netz.

Was bedeutet das?

Smarter und effizienter: Auch Delta nutzte die eMove 360°, um neue und vor allem smarte Ladelösungen in der 22-und 100-kW-Klasse zu präsentieren.  

Printer Friendly, PDF & Email