ElringKlinger/Plastic Omnium: Fuel-Cell-Joint-Venture startet

Kooperation will Brennstoffzellenstacks und Komponenten erst für Nfz, dann auch Pkw, Schiffe oder Züge fertigen und verfügt von Beginn an über Kapazitäten von bis zu 10.000 Stacks jährlich.

Sofort lieferfähig: Das im Oktober 2020 avisierte Gemeinschaftsunternehmen nimmt jetzt am Standort Dettingen die Produktion auf, von Beginn an 10.000 Stacks jährlich. | Foto: ElringKlinger
Sofort lieferfähig: Das im Oktober 2020 avisierte Gemeinschaftsunternehmen nimmt jetzt am Standort Dettingen die Produktion auf, von Beginn an 10.000 Stacks jährlich. | Foto: ElringKlinger
Redaktion (allg.)
von Johannes Reichel

Nach vertraglichen Regelungen und kartellrechtlicher Zustimmung haben der Zulieferer ElringKlinger (60 %) und der Fahrzeugvernetzungsspezialist Plastic Omnium (40 %) nun den Betrieb ihres erst im Oktober 2020 eingegangenen Joint Ventures zur Entwicklung von Brennstoffzellensystemen für Nutzfahrzeuge und weitere Anwendungen aufgenommen. Die neue Gesellschaft EKPO Fuel Cell Technologies will technologisch führende und von den Kosten her wettbewerbsfähige Brennstoffzellenstacks und -komponenten für ein breites Spektrum an Anwendungen realisieren. Zunächst stehen vor allem Nutzfahrzeuge und Busse, anschließend aber auch Pkw auf der Agenda. Auch im Bereich der Sonderfahrzeuge, Züge und Schiffe sieht man geeignete Einsatzgebiete mit Wachstumspotenzial.

"Wir sehen das große Marktpotenzial vor uns und sind entschlossen, im Jahr 2030 das anvisierte Umsatzvolumen von 700 Mio. EUR bis zu 1 Mrd. EUR zu realisieren. Unser Auftragsbuch ist sehr stark und Produktionskapazitäten sind vorhanden", erklärten die CEOs der Mutterkonzerne Stefan Wolf und Laurent Favre.

Darüber hinaus verfüge man über eine überzeugende Technologie mit hoher Leistungsdichte und leiste damit einen Beitrag auf dem Weg zu einer emissionsfreien Mobilität. Bereits zum Start können am Unternehmenssitz in Dettingen/Erms, Deutschland bis zu 10.000 Brennstoffzellenstacks jährlich nach Automobilstandards gefertigt werden, ebenso entscheidende Komponenten wie Bipolarplatten oder Medienmodule. In den nächsten Jahren wolle man die Investitionen vorantreiben, um die Innovationen zu beschleunigen, die kommerzielle Pipeline zu erweitern und die Produktionskapazitäten zu erhöhen, teilte man weiter mit. Bis zum Jahr 2030 plant man, einen Marktanteil von 10 bis 15 Prozent zu erreichen.

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