eLoaded stellt mobilen HPC-Lader vor

Als Mietlösung sollen die Schnelllader mit bis zu 500 kW Leistung bei Veranstaltungen oder temporärem Ladebedarf eine Lücke füllen.

Schneller schnell laden: Die mobilen Systeme brauchen weder Batterie noch bauliche Infrastruktur und sollen flexibel zu platzieren sein. | Foto: eLoaded
Schneller schnell laden: Die mobilen Systeme brauchen weder Batterie noch bauliche Infrastruktur und sollen flexibel zu platzieren sein. | Foto: eLoaded
Johannes Reichel

Der Ladeinfrastrukturspezialist eLoaded hat eine erste High-Power-Charging-Lösung vorgestellt, die ohne versorgungsseitige Leistungsbegrenzung auskommen soll. Grundlage dafür stellen die bereits vorhandenen Module DCCube, DCSource und der dazugehörige DCBus dar, die in diversen stationären Projekten eingesetzt werden. Bei Außenveranstaltungen zählten schnelle Verfügbarkeit, einfacher Transport und uneingeschränkte Interoperabilität, begründet der Anbieter die Erweiterung des Portfolios. Für den Service wurde eigens eine Gesellschaft ausgegründet, die auf den Namen charge4hire hört. Das Team kommt aus der Renn- und Veranstaltungstechnik.

Man verspricht dabei volle Leistung, soweit ein Standardnetzanschluss vorhanden ist, der als Bauanschluss beim Stromnetzbetreiber beantragt werden kann, wahlweise auch mit Grünstrom. Der weltweit offerierte Service soll alles aus einer Hand bieten, von der Beantragung des temporären Netzanschlusses, über die Anlieferung und den Aufbau, bis hin zur Gewährleistung eines störungsfreien Ablaufs. Neben Events und Bauprojekten sieht man auch Feldtests unter Realbedingungen etwa bei Busflottenbetreibern oder Auslastungssimulationen beziehungsweise Leistungsspitzenabdeckung bei Ladenetzbetreibern als Anwendungsszenarien.

Ohne festen Aufbau und frei platzierbar

Die Ladepunkte seien dabei nicht an einen festen Aufbau, wie z.B. einen Auflieger, gebunden und könnten frei platzier werden. Die Energie werde per plug&play vom herkömmlichen Mittel- oder Niederspannungsnetz über ein isolationsüberwachtes DCBus-System bezogen, wofür bis zu sieben Kilometer lange Leistungsstränge verwendet würden. Im Gegensatz zu batteriebasierten Systemen werde auf Gefahrgut-Stoffe verzichtet, womit auch entsprechend Transportbeschränkungen entfallen, wirbt der Anbieter weiter.

Die Einhausung, das Branding und allgemeine Erscheinungsbild soll anwendungsbezogen in Abstimmung mit den Kunden entwickelt werden. Ladeleistungen bis 420 kW sollen mit Standardmodulen realisierbar sein, wahlweise sind auch 500 kW machbar, wie man wirbt. Das System ist ab Mai 2021 lieferbar, der Hersteller vermeldete eine erste Ausrüstung einer großen europäischen Rennveranstaltung.

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