Elf eCitaro für das südliche Weinviertel

Im Auftrag des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR) setzt die österreichische Postbus AG die Mercedes-Benz-Stromer künftig im Linienbetrieb ein.

Luftaufnahme der elf eCitaro-Neuzugänge am BWH-Gelände der EvoBus Austria GmbH. (Foto: Daimler)
Luftaufnahme der elf eCitaro-Neuzugänge am BWH-Gelände der EvoBus Austria GmbH. (Foto: Daimler)
Redaktion (allg.)
von Martina Weyh

Die Österreichische Postbus AG nimmt elf neue Mercedes‑Benz eCitaro in Betrieb. Die elektrischen Niederflur-Solobusse werden im Auftrag des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR) im „Schweinbarther Kreuz“ im südlichen Weinviertel in Niederösterreich eingesetzt.

Im dichten Stundentakt verbinden die eCitaros auf ihrem Linienweg künftig die Bahnhöfe Gänserndorf, Wolkersdorf und Mistelbach miteinander.

Nach Daimler-Angaben sollen acht der elf E-Solos ständig auf zwei Linien im Einsatz sein. Während dieser Zeit werden in Gänserndorf die Batterien von zwei weiteren Bussen per Schnellladung via Pantograf mit bis zu 300 kW in knapp 30 Minuten betankt, wodurch unproduktive Standzeiten vermieden werden sollen.

Nach Betriebsschluss sollen alle Mercedes-Benz-Stromer sowohl in Gänserndorf als auch in Mistelbach und Wolkersdorf über Nacht geladen werden – die notwendigen Ladestandorte werden gerade errichtet und sollen noch im August in Betrieb gehen.

Echtzeit-Kommunikations­modul Bus Data Center von Omniplus ON

Die Elektro-Solos haben u.a. einen Rollstuhlplatz an Bord, der über eine Klapprampe an Tür zwei erreichbar ist. Eine geschlossene Fahrerkabine, eine Fahrgast­zählanlage und zwei TFT-Monitore für Fahrgastinformationen vervollständigen die Ausstattung.

Darüber hinaus sind die eCitaro mit dem Echtzeit-Kommunikations­modul Bus Data Center von Omniplus ON ausgestattet. Damit können alle Betriebszustände des Fahrzeuges, wie beispielsweise der Ladezustand, die Restreichweiten, die Batterien sowie alle Diagnosemeldungen konstant aus der Leitstelle überwacht werden. Die ÖBB Postbus geht hierbei laut Daimler-Schmiede sogar noch einen Schritt weiter und integriert die Fahrzeugdaten aus der Daimler Buses Cloud in ihre eigenen Flottenmanagement-Systeme.

Was bedeutet das?

Auch im Überlandverkehr werden die Buslinien verstärkt elektrifiziert - eine interessante Entwicklung.

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