elexon stellt leise Schnellladesäule "made in Germany" vor

Aachener Unternehmen präsentiert eine 150-kW-Ladesäule mit automatischer Spannungsanpassung, die geräuscharm, platzsparend und effizient sein soll und in Deutschland gefertigt wird.

Schneller laden: Die neue DC-Doppelsäule aus Aachen ist mit eigener Hard- und Software bestückt und soll den Ladevorgang bequem, schnell und effizient gestalten. | Foto: elexon
Schneller laden: Die neue DC-Doppelsäule aus Aachen ist mit eigener Hard- und Software bestückt und soll den Ladevorgang bequem, schnell und effizient gestalten. | Foto: elexon
Johannes Reichel

Das Aachener Joint-Venture elexon hat jetzt eine erste DC-Doppelladesäule vorgestellt, die komplett in Deutschland gefertigt wird und mit 2x75 oder 150 kW Ladeleistung aufwartet. Mit optionaler Umschaltung der Ladeleistung auf einen Ladepunkt sollen E-Autos zwischen 200 und 1.000 Volt die maximal verfügbar Ladeleistung in kürzester Zeit erhalten. Die DC-Säule misst 2,70 Meter in der Höhe und ist 93 Zentimeter breit. Über das schlanke Design soll eine optimale Kabelführung und hohe Kabelaufhängung realisiert und Schäden minimiert werden. Auch das Handling durch die Kabelführung von oben soll kraftsparender, das Handling bei über fünf Metern Kabellänge  komfortabler sein. Mit LEDs und Komponenten aus der Straßenbeleuchtung will man für taghelle Umgebungen sorgen, Helligkeitssensoren für automatischen Betrieb. Die Bedienung erfolgt über ein beleuchtetes 7 Zoll Touch-Display. Das schlanke Design lasse sich zudem gut in fast jede Firmenumgebung einfügen.

Zudem verweist der Hersteller auf den leisen Betrieb der Säule und die komplett in Deutschland erfolgende Fertigung sowie Entwicklung. Darüber hinaus will man einen nachhaltigen Produktionsprozess inklusive kurzer Lieferwege darstellen. Die Kernkompetenz der verwendeten Hard- und Software liege inhäusig, was einen hohen Servicelevel sicherstellen soll, etwa im Hinblick auf zusätzliche Funktionen oder eine andere Visualisierung der Ladeverläufe.

„Unser Hauptaugenmerk bei der Entwicklung lag darauf, den Ladevorgang für den Nutzer so einfach wie möglich zu gestalten, unabhängig davon, welches Fahrzeug gefahren wird. Für Firmen bedeutet dies, eine zukunftssichere Investition in nachhaltige Ladeinfrastruktur“, erklärt elexon Geschäftsführer Marcus Scholz an.

Flottenbetreiber und Einkäufer sollen außerdem ihre Ladeinfrastruktur unabhängig von den Volt-Angaben ihrer Fahrzeuge planen können, weil die neue Schnellladesäule selbstständig erkennt, welche maximale Spannung die Autobatterie des zu ladenden Autos besitzt und automatisch auf die optimale Spannung umschaltet, wie der Hersteller wirbt. Die Säule wurde in zwei Jahren entwickelt und soll in Kombination aus neuer Hardware und hausinterner Software einen modularen Aufbau bieten, der sich an die jeweiligen Anforderungen der Flotte bzw. der Autos anpassen lässt. Bei einer Flotte mit gemischtem Fuhrpark mit 400 und 800 Volt-Batterien, erhielten die Nutzer an derselben Ladesäule immer die Leistung, die der Fahrzeugtyp braucht.

Hoher Wirkungsgrad mit SiC-Halbleitern

Dank der neu entwickelten Software werde die maximale Ladeleistung in kürzester Zeit zugeführt, die Ladezeit so verkürzt, wirbt der Anbieter. Anders als bei einer skalierbaren Ladeleistung, führe eine skalierbare Ladespannung dazu, dass der maximale Ladestrom bereit steht, egal welche Spannung das Auto benötige, präzisiert man weiter. Die SiC-Halbleitertechnologie soll zudem einen hohen Wirkungsgrad von mehr als 95 Prozent ermöglichen, das sich mittels Siliziumkarbid-Halbleitern Strom mit einem geringeren Wärmeverlust umwandeln lasse.

Elexon ist ein im Jahr 2019 gegründetes Joint-Venture der SMA Solar Technology AG (SMA), der AixControl GmbH und der aixACCT charging solutions GmbH mit dem Ziel, den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge europaweit voranzutreiben.

 

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