Elektromobilität: Toyota, Mazda und Denso bündeln ihre Kräfte

Toyota, Mazda und Denso haben einen Vertrag zur gemeinschaftlichen Entwicklung grundlegender Technologien für Elektrofahrzeuge unterzeichnet.

Für künftige Elektromodelle gründen Mazda, Toyota und Denso das Unternehmen EV C.A. Spirit. | Foto: Mazda
Für künftige Elektromodelle gründen Mazda, Toyota und Denso das Unternehmen EV C.A. Spirit. | Foto: Mazda
Gregor Soller

Toyota, Mazda und Denso gehen den nächsten Schritt: Die drei Unternehmen haben die Gründung eines neuen Unternehmens vereinbart. Diesem sollen ausgewählte Ingenieure der drei Partner angehören, die eine Umsetzung der gemeinsamen Entwicklungsprojekte sicherstellen sollen. Elektrofahrzeuge sind aus Sicht Toyotas neben Brennstoffzellenfahrzeugen eine Schlüsseltechnologie in diesem Prozess.

Toyota, Mazda und Denso haben beschlossen, grundlegende strukturelle Technologien für Elektrofahrzeuge gemeinsam zu entwickeln. Damit wird eine Vielzahl unterschiedlicher Fahrzeugsegmente und -arten abgedeckt, um flexibel und schnell auf Marktentwicklungen reagieren zu können. Die Vereinbarung deckt eine große Bandbreite an Modellen ab, von Kleinstwagen über Pkw und SUV bis hin zu leichten Nutzfahrzeugen. Die Verbindung der individuellen Stärken der beteiligten Unternehmen – die Mazda „Bundled“-Produktplanung und computer-basierte Entwicklung, Denso Elektrotechnologien und die Toyota New Global Architecture (TNGA) – soll einen innovativen Entwicklungsprozess ermöglichen.

Die Aufgaben des neuen Unternehmens, das EV C.A. Spirit Co. Ltd. Heißen wird, sind die Erforschung der Eigenschaften einer gemeinsamen Architektur, die für optimale Performance und Funktionen von Elektrofahrzeugen verantwortlich sind – sowohl im Hinblick auf einzelne Komponenten als auch auf das gesamte Fahrzeug. Dazu kommt die Prüfung von Komponenteneinbau und Fahrzeug-Performance und die Untersuchung des optimalen Konzepts für jede Fahrzeugklasse unter Berücksichtigung jeder Komponente und jeder Fahrzeugart. Dafür stellen Mazda und Toyota Entwicklungsressourcen in je gleichem Umfang zur Verfügung und nutzen die bestehenden Produktionseinrichtungen. Die beteiligten Unternehmen wollen zudem eine für andere Automobilhersteller und Zulieferer offene Geschäftsstruktur schaffen.

Was bedeutet das?

Auch in Japan bündeln die Autohersteller und Zulieferer ihre Kräfte. Ähnlich wie die Cloudstruktur bei BMW wollen auch sie die Kooperation offen halten. Denn die Angst, grundlegende Ideen anderer Hersteller zu verpassen, ist groß - und die Herausforderungen der Zukunft sind noch größer. Auch für die (noch) mächtige Autoindustrie.

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