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Elektromobilität: Sortimo baut weltgrößte Elektro-Tankstelle an der A8

Der Anbieter für Transporterausbauten und Zubehör erweitert sein Spektrum erneut und will an der A8 in Zusmarshausen einen Innovationspark mit 144 Schnellladesäulen errichten. Meeting- und Konferenzräume sowie Pufferspeicher für regionale regenerative Energie.

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Johannes Reichel

Der Spezialist für Transporterausbauten und Zubehör Sortimo ergänzt sein Portfolio weiter. Nach der Vorstellung eines zweispurigen elektrisch unterstützten Lastenrads für die City-Belieferung und Gewerbe, steigt der Zusmarshausener Zulieferer jetzt auch in die Elektromobilitätsinfrastruktur ein. Ab 2018 soll an der A8 nahe dem Firmensitz die nach Herstellerangaben die weltweit größte Elektroladestation entstehen. In der finalen Projektstufe soll mit insgesamt 144 geplanten Ladesäulen der Firma eLoaded den Reisenden eine E-Tankstelle mit Rast-, Erholungs-, Einkaufs-, Arbeits- und Parkmöglichkeit an der Autobahnausfahrt Zusmarshausen errichtet werden. Der sogenannte Elektromobilitätscampus soll unter anderem 24 Supra-Schnelllader (bis 350 kW DC) zur Verfügung stellen, über die innerhalb von 10 Minuten die Batterien des Elektrofahrzeuges geladen werden. Weitere 120 Schnelllader (bis 50kW DC) dienen hauptsächlich der terminierten Versorgung von Pendlern oder Parkenden, die die Infrastruktur des "Sortimo Innovationsparks Zusmarshausen" entweder als P+R Parkplatz nutzen, oder aber um Geschäftstermine in den buchbaren Konferenz- und Besprechungsräumen abzuhalten. Der Kunde könne in diesem Fall eine Zeit angeben, zu der das Fahrzeug wieder abgeholt wird.

Das Fahrzeug wird zur Spitzenzeit der Energieversorgung geladen wird, um die regionale und regenerativ erzeugte Energie optimal zu nutzen. Diese effiziente Kombination von Parkmöglichkeiten für zum Beispiel Pendler mit gleichzeitigem Laden des Fahrzeuges wird auch als DC-Parken bezeichnet. Sowohl die Supra-Lader als auch die final geplanten 120 Schnellladestationen zum DC-Parken werden in das thermische Stationsmanagement des Innovationsparks integriert, um deren Abwärme zur Versorgung der Gebäude einzusetzen. Die Nutzung der Elektro-Ladeinfrastruktur wird per App zugänglich gemacht, welche über Android und iOS zur Verfügung steht. Im Vorfeld kann der Nutzer angeben, welche Art der Beladung er wünscht. Die Ladesäulen sind dabei in der Lage, fahrzeugspezifische Ladevorgänge durchzuführen. Diese gewährleisten eine optimale und batterieschonende Ladung, beschreibt der Anbieter. Die Anlage ist auf 4.000 Fahrzeuge/Ladevorgänge täglich ausgelegt.

Neben der Elektro-Tankstelle wird in einem Verbund aus umliegenden Unternehmen und privaten Haushalten erneuerbare Energie im Innovationspark zur Nutzung in Spitzenzeiten gespeichert. Diese Energie wird durch Sonneneinstrahlung über Photovoltaikanlagen gewonnen. "Jeglicher Überschuss, den die Unternehmen und auch Privathaushalte, die sich dem Verbund anschließen, zu Spitzenzeiten nicht verwerten können, wird im Innovationspark gespeichert", skizziert der Anbieter. Dieser Stations- und kommunale Energiespeicher erlaube es, die gewonnenen Ressourcen dann einzusetzen, wenn sie benötigt würden.

Was bedeutet das?

Und wieder mal kommt eine innovative Idee nicht von den Großen der Branche, sondern von einem umtriebigen Spezialisten, dessen Chef eine Vision hat: Der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Nach dem mutigen Schritt, ein E-Lastenrad für gewerbliche Nutzer zu launchen, wird Sortimo ein zweites Mal angenehm "auffällig". Nicht nur die schiere Zahl an Ladesäulen imponiert an dem Projekt, sondern auch der Ansatz, zugleich Arbeits-, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten anzubieten und den ganzen Komplex in die regionale Energieversorgung einzubinden. Sortimo spricht gar von der "Trendwende für Reisende mit dem Elektrofahrzeug". Na, mal sehen, ob das Konzept aufgeht. 

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