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Elektromobilität: Audi e-tron kommt erst später

Wegen Software-Problemen und Lieferengpässen bei den Akkus von LG Chem verzögert sich der Start des E-SUV um Monate.

Noch kein Anschluss unter den vier Ringen: Der Hoffnungsträger e-tron wird wohl erst Monate später ausgeliefert, wegen Software- und Zulieferproblemen. | Foto: Audi
Noch kein Anschluss unter den vier Ringen: Der Hoffnungsträger e-tron wird wohl erst Monate später ausgeliefert, wegen Software- und Zulieferproblemen. | Foto: Audi
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Johannes Reichel

Der Audi e-tron, das erste elektrisch angetriebene Modell des ingolstädter Herstellers, kommt später auf den Markt. Wie die Bild am Sonntag berichtet, sorgen massive Softwareprobleme für die Verzögerung bei der Auslieferung des ab 80.000 Euro teuren Fahrzeugs, für das dem Vernehmen nach schon 15.000 Vorbestellungen vorliegen. Offiziell ist nur von vier Wochen Lieferverzögerung die Rede. Allerdings gibt es auch Schwierigkeiten mit dem Akku-Lieferanten, dem koreanischen Hersteller LG Chem. Offenbar nutzt der Anbieter seine Marktmacht aus und verlangt aufgrund der hohen Nachfrage entsprechend höhere Preise für die zentrale Komponente Energiespeicher, von bis zu zehn Prozent Zuschlag ist die Rede.

Was bedeutet das?

Es mag nur eine kleine Nachricht sein, aber eine mit symbolischer Kraft: Audi hat Ärger mit dem Akku-Zulieferer. Der Hersteller LG Chem nutzt die Stellung in einem Quasi-Monopol der Batteriegiganten und diktiert den Ingolstädtern die Preise. Das dürfte den Start des schon jetzt sündteuren Hoffnungsträgers weiter verzögern. Aber auch Software-Probleme werfen den derzeit ohnehin von nicht abreißenden Diesel-Hiobs-Botschaften gebeutelten einstigen Musterknaben im VW-Konzern zurück: Die Zukunft beginnt in Ingolstadt immer später. Derweil haben die frechen Koreaner - ein Schelm, wer Böses dabei denkt - von Hyundai und Kia das "Elektro"-Feld mit ihren nicht mal halb so teuren Elektro-SUV Kona Electric, Soul EV und bald Niro EV für sich. Jetzt rächt sich auch, keine eigene Akkufertigung in Deutschland zu haben. Was Audi gerade erlebt, könnte in Zeiten der anziehenden Nachfrage nach Elektroautos erst der Anfang sein, ein Menetekel für alle deutschen Fabrikanten. 

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