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Elektroautos immer erschwinglicher

Neue Analyse des CAR ermittelt für E-Autos sinkende Preise, anders als bei Verbrennern. Lücke zum durchschnittlichen Neuwagenpreis fast geschlossen.

Keine große Klappe mehr: Auch dank Modellen wie dem Renault Zoe wird die E-Mobilität immer erschwinglicher. | Foto: Renault
Keine große Klappe mehr: Auch dank Modellen wie dem Renault Zoe wird die E-Mobilität immer erschwinglicher. | Foto: Renault
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Johannes Reichel

Elektrofahrzeuge werden immer erschwinglicher. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Center of Automotive Research an der Universität Duisburg (CAR). Die Wissenschaftlicher um den Leiter Ferdinand Dudenhöffer haben die Listenpreise neu zugelassener Wagen abgeglichen, wobei man allerdings Extras und Rabatte nicht berücksichtigen konnte. Nach der Analyse gaben die Neuwagenkäufer in Deutschland im Durchschnitt 33.000 Euro für ein Fahrzeug aus, ein um 1,7 Prozent gestiegener Wert, der allerdings geringer als in den Jahren zuvor ausfiel. Zurückgeführt wird das von Dudenhöffer und seinem Team auf die Tatsache, dass teure, meist als Firmenwagen georderte Diesel (41.971 Euro) durch günstigere Verbrenner (28.574 Euro) ersetzt wurden. Interessant ist aber vor allem, dass sich die Preisschere zu Elektrofahrzeugen immer weiter schließt: Hier betrug der durchschnittliche Neuwagenpreis noch 35.000 Euro und damit gegenüber dem Vorjahr um satte 7,3 Prozent niedriger. Mit der höheren Stückzahl durch die für 2020 angekündigten zahlreichen Neuheiten, unter anderem von VW, dürfte der Preis nochmal massiv sinken. Dagegen weist die Analyse die derzeit wieder heiß als Brückentechnologie gepriesenen Plug-In-Hybride als teures "Vergnügen" im Premium-Bereich aus: Im Durchschnitt gaben Käufer von PHEVs mit dem doppelten Antrieb 55.000 Euro aus.

Was bedeutet das?

Die Ausrede greift immer weniger, wenn sie nicht ohnehin als "billig" zu bezeichnen war in Anbetracht der Summen, die Deutsche für "ihr liebstes Kind" ausgeben: Von wegen Elektroautos sind zu teuer! Sie werden immer erschwinglicher. Erst recht wenn man die deutlich günstigeren Unterhaltskosten mit in Betracht zieht, wird auch für private Nutzer mittlerweile schnell ein "Business Case" daraus, ein E-Auto zu kaufen, zumal, wenn man noch Förderung bekommt. Tja, blieben nur noch die elend langen Lieferfristen ...

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