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Elektrische V-Klasse soll bis zu 405 Kilometer schaffen

Bei der statischen Präsentation in Sindelfingen wurde deutlich, dass sich die Großraumlimousine EQV weitgehend an ihr Diesel-getriebenes Pendant anlehnt.

Äußerlich erinnert der EQV bis auf die Kühlergestaltung an eine normale V-Klasse. Marcus Breitschwerdt, Leiter Mercedes-Benz Vans (l.), und Benjamin Kaehler als Verantwortlicher für das Projekt präsentierten den Van. | Foto: D. Fund
Äußerlich erinnert der EQV bis auf die Kühlergestaltung an eine normale V-Klasse. Marcus Breitschwerdt, Leiter Mercedes-Benz Vans (l.), und Benjamin Kaehler als Verantwortlicher für das Projekt präsentierten den Van. | Foto: D. Fund
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Wären da nicht der anders verkleidete Kühler und die Ladeklappe im vorderen linken Stoßfänger, dann könnte man den EQV glatt mit einer herkömmlichen, 2014 erstmals präsentierten V-Klasse verwechseln. Das war der erste Eindruck, den ein einzelnes Ausstellungsfahrzeug bei der ersten statischen Präsentation am 20. August 2019 in Sindelfingen vermittelte.

So ist die batterieelektrisch angetriebene V-Klasse zunächst ein Van mit sechs bis acht Sitzen, die wie in der normalen V-Klasse angeordnet sind. Der Innenraum blieb völlig gleich, weil die Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 90 kWh zwischen den Achsen unter dem Laderaumboden sitzt wie bei allen anderen Transporter-Herstellern auch. Als erstes kommen als Volumenmodell die mittellange Version und mit ihr die extralange mit etwas längerem Radstand und verlängertem hinterem Überhang. Da die kurze Version denselben Radstand wie die mittellange Variante hat, würde der Batteriesatz auch bei ihr passen. Um die Bodenfreiheit nicht zu sehr einzuschränken, wurde das Fahrwerk des locker tiefgaragentauglichen Vans rund sechs Millimeter höhergelegt. Präsentiert wurde der EQV mit Reifen der Dimension 245/50 R18.

Mit bis zu 405 Kilometern Reichweite gemessen nach dem neuen, etwas realitätsnäheren WLTP-Standard, 150 kW/204 PS Motorleistung und einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h kann man sich den EQV auch in vielen gewerblichen Einsätzen vorstellen, in denen die Elektrofahrzeuge nicht rund um die Uhr fahren müssen, sodass Zeit zum Laden bleibt. Der EQV lässt sich entweder über eine Wallbox bis zu einer Kapazität von 11 kW mit Wechselstrom laden oder über einen CCS-Anschluss an bis zu 110 kW starken Gleichstrom-Schnellladesäulen. Letzteres soll es erlauben, innerhalb von rund 45 Minuten von 10 auf 80 Prozent der Ladekapazität zu kommen.

Der Fahrer kann die Reichweite mit beeinflussen, indem er über Schaltpaddel am Lenkrad die Rekuperationsstufen wählt. Sie reichen von einer Segelfunktion bis hin zum Fahren mit nur einem Pedal. Ein Fahrprogramm namens Eco Assistent unterstützt ihn in der Rekuperationsstufe D Auto bei der Rückgewinnung der Verzögerungsenergie, die sich dann an der jeweiligen Strecke orientiert. Neu im Cockpit ist der große Touchscreen, der ähnlich schon in Topmodellen des größeren Transporters Sprinter zu haben ist und das MBUX genannte Infotainmentsystem mit recht freizügiger Sprachsteuerung bietet. Auf ihn ist auch der neu geformte Controller in der Mittelkonsole ausgerichtet.

Die EQV werden wegen des Gewichts der Fahrbatterien als 3,5-Tonner zugelassen, was einer Auflastung von 300 Kilogramm entspricht. Wie es um ihre Nutzlast bestellt ist, hängt stark von den Sonderausstattungen ab. So kosten zum Beispiel die zweite Schiebetüre links und das Panorama-Glasdach ziemlich Gewicht, sagte Benjamin Kaehler, der Verantwortliche für das Projekt.

Laut Klaus Maier, Marketing- und Vertriebschef von Mercedes-Benz Vans, kommt der EQV 2020 auf den deutschen Markt. Bislang habe man für ihn vor allem Nachfrage aus dem Bereich der Hotel- und Business-Shuttles bekommen, sagte er VISION mobility. Preise wurden bei der Präsentation noch keine genannt. Der Öffentlichkeit wird das Serienfahrzeug erstmals auf der Pkw-IAA in Frankfurt am Main vorgestellt.

 

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