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Elektrifizierungspläne und -erfolge von Porsche

Der Panamera wird in der EU zu 60 Prozent als Hybrid verkauft. Einzelne EU-Märkte haben einen noch höheren Hybridanteil: In Frankreich sind es 70 Prozent, in Österreich mehr als 80 Prozent und in Belgien sogar über 90 Prozent.

Der Panamera (links) verkauft sich als Hybrid schon gut, ab 2019 folgt der rein elektrische "Mission E" (rechts). | Foto: Porsche
Der Panamera (links) verkauft sich als Hybrid schon gut, ab 2019 folgt der rein elektrische "Mission E" (rechts). | Foto: Porsche
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Gregor Soller

Die Hybridisierung des Panamera scheint sich für Porsche gelohnt zu haben: Mittlerweile sind rund 60 Prozent aller in der EU verkauften Panamera Hybridmodelle. Neben Belgien bestätigen auch die Skandinavier ihre Affinität zum Hybrid: In Norwegen ordern 90 Prozent aller Panamera-Kunden ein Hybridmodell, in Finnland sind es 85 Prozent. „Der Elektromobilität gehört die Zukunft“, sagt Albrecht Reimold, Vorstand Produktion und Logistik der Porsche AG, bei einer Präsentation der neuen Plug-in-Hybridmodelle des Panamera. Die Versionen mit Plug-in-Hybridantrieb haben eine rein elektrische Reichweite von bis zu 50 Kilometern.

Nächster Schritt in Porsches Elektrifizierungsstrategie ist der Mission E, des ersten rein batteriebetriebenen Sportwagens der Marke. Er soll eine Reichweite von 500 Kilometern haben. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h wird laut Porsche „unter 3,5 Sekunden“ betragen. An Schnelladeeinrichtungen sollen die Akkus binnen nur 15 Minuten wieder zu 80 Prozent gefüllt sein. Dazu entsteht bis 2019 entsteht ein komplett neues Werk im Werk Zuffenhausen, um die Produktion bis 2019 aufnehmen zu können.

Porsche investiert insgesamt rund eine Milliarde Euro in das Projekt Mission E, davon rund 700 Millionen Euro in die Produktionsanlagen am Stammsitz in Zuffenhausen. Dort entstehen eine neue Lackiererei und eine eigene Montage sowie eine rund 800 Meter lange Förderbrücke für den Transport der lackierten Karosserien und Antriebseinheiten in die Endmontage. Das bestehende Motorenwerk wird für die Herstellung der Elektroantriebe ausgebaut. Außerdem wird der vorhandene Karosseriebau erweitert. Es entstehen insgesamt 1200 neue Arbeitsplätze. Dazu kommen weitere Investitionen etwa im Entwicklungszentrum Weissach, die in diesem Kontext stehen. Interessant werden dann die 20er-Jahre: „Wir denken heute bereits über Derivate des Mission E nach“, sagt Produktionsvorstand Reimold. „Zusätzlich planen wir weitere rein elektrische Fahrzeuge und untersuchen passende Segmente. Mit Audi arbeiten wir für die weitere Zukunft an einer gemeinsamen Elektrofahrzeug-Architektur.“ Dabei sieht man sich laut der Plattform „Automobilproduktion“ auch die SUV ganz genau an. Entsprechend könnte ab 2022 mit einem rein elektrischen Macan zu rechnen sein, der dann auch bei den Verbrennern die aktuellen Generation ablöst.

Die Tochtergesellschaft Porsche Engineering entwickelte außerdem ein Schnellladesystem. Das „Porsche Turbo Charging“ bietet mit einer Spannung von 800 Volt und einer Ladeleistung von bis zu 320 kWh selbst in einer heterogenen Netzinfrastruktur hohe Ladeleistungen und kurze Ladezeiten.
Zusätzlich soll das Porsche-Händlernetz – ergänzend zum Ladenetz Ionity, das man mit anderen Autoherstellern betreibt – Teil einer flächendeckenden Schnellladeinfrastruktur werden. Nach und nach erhält es die 800-Volt-Ladetechnologie. Auch der Ausbau der Porsche-internen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ist in vollem Gange: 66 Ladesäulen mit 109 Ladepunkten werden im Rahmen des Erstaufbaus an den Standorten des Sportwagenherstellers in Betrieb genommen.

Was bedeutet das?

Porsche elektrifiziert konsequent und mit wachsendem Erfolg. Allerdings auch von „oben nach unten“: Bis die flottentauglicheren Modelle elektrifiziert werden, dauert es noch etwas. 

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