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Einstellstopp bei VW

Volkswagen stoppt vorläufig externe Einstellungen für die sechs Standorte Wolfsburg, Hannover, Braunschweig, Salzgitter, Kassel und Emden.

Für viele VW-Werke in Westdeutschland hat VW ein Einstellstopp verhängt.| Foto: VW
Für viele VW-Werke in Westdeutschland hat VW ein Einstellstopp verhängt.| Foto: VW
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Thomas Kanzler

Ein Unternehmenssprecher verkündete, dass aufgrund der laufenden Effizienzprogramme in der Volkswagen AG vorübergehend keine externen Stellen ausgeschrieben werden. Bestehende Einstellungsverfahren bleiben jedoch unberührt. Es wird jedoch Ausnahmen geben, insbesondere zur Erfüllung gesetzlicher Aufgaben, wie es in einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (DPA) heißt.

Seit Anfang Oktober befindet sich die Kernmarke VW Pkw in Verhandlungen mit dem Betriebsrat über die Ausgestaltung des Effizienzprogramms. Im Juni präsentierte Volkswagen die Grundzüge eines Sparprogramms, das darauf abzielt, die Rentabilität zu steigern und Mittel für Investitionen in die Transformation zur E-Mobilität zu generieren. Dieses Programm soll die Kosten bis 2026 um zehn Milliarden Euro senken und somit dazu beitragen, die Rendite auf 6,5 Prozent zu erhöhen. Nach den ersten drei Quartalen im Jahr 2023 lag die operative Rendite bei 3,4 Prozent.

Teil dieses Programms ist die Reduktion von Varianten und Ausstattungsoptionen, um die Produktionsabläufe zu straffen. Besonders relevant in den Verhandlungen mit dem Betriebsrat ist der Fokus von VW auf Baureihen mit hohem Volumen. Nischenmodelle wie beispielsweise der Arteon sollen auslaufen, ohne dass ein Nachfolger geplant ist. Sollten die Volumina bei den Kernmodellen nicht ansteigen, könnte dies zu einer geringeren Auslastung führen und letztlich Arbeitsplätze gefährden.

Auch MEB-Werke betroffen

Die Maßnahmen betreffen nicht nur Werke wie Emden und Hannover, in denen MEB-Elektroautos gefertigt werden, sondern auch andere Produktionsstätten, in denen wichtige Komponenten für die MEB-Modelle hergestellt werden – wie beispielsweise die Elektromotoren in Kassel. Das Werk in Zwickau, das von der Volkswagen Sachsen GmbH eigenständig organisiert wird, ist von diesen Maßnahmen jedoch nicht betroffen.

In Sachsen zeichnete sich zuletzt jedoch kein Aufbau des Personals ab: Die befristeten Verträge von 270 Mitarbeitenden wurden nicht verlängert, und Anfang Oktober wurde die Produktion während der sächsischen Herbstferien eingeschränkt.

 

Was bedeutet das?

Bei Volkswagen ist Sand im Getriebe. Die Profitabilität ist im Vergleich zu anderen Fahrzeugkonzernen ausbaufähig und auch die Elektro-Sparte muss endlich Fahrt aufnehmen.

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