Einfach mal abschalten!

Der Verkehr scheint dichter denn je und die Motoren laufen weiter: Im Stand - und im Drift-Mode

Gedriftet, gerädert, geläutert? Die Energiepreise scheinen manchen noch nicht hoch genug zu sein. | Foto: Unsplash/Martin Sanchez
Gedriftet, gerädert, geläutert? Die Energiepreise scheinen manchen noch nicht hoch genug zu sein. | Foto: Unsplash/Martin Sanchez
Gregor Soller

Kürzlich in einem Hotel am Main - in Rüsselsheim, mitten im Sommer 2022: Die Energiepreise sind explodiert, doch draußen auf dem Parkplatz heulen Motoren auf und es quietschen Reifen. Die Driftmeister - oder solche, die es werden wollen, messen ihre Kräfte und verbrennen dabei Sprit und Reifenprofil bis der Arzt kommt – und das natürlich nicht nur in Rüsselsheim…

Auch nicht nur dort starren die Menschen auch immer wieder in ihre Smartphones, während die Motoren ihrer Autos laufen – meist, weil man einfach vergaß, den Antrieb abzustellen. Im Winter aber auch bewusst, dass einem beim Daddeln nicht kalt wird, während der Verbrenner im Sommer die Klimaanlage im Leerlauf versorgen darf, damit einem nicht zu heiß wird im Auto.

Ein Bild, dass sich auch mit den neuen Spritpreisen kaum geändert hat, sodass man wirklich fragen muss: Wie teuer kann oder muss Energie eigentlich noch werden, bis wir aufhören, sie sinnlos zu verdaddeln? Zumal jede Anfrage auf jedem Server auch ordentlich Energie braucht – wie viel, kann man im Smartphone ermitteln – aber bitte bei abgeschaltetem Motor!

Was bedeutet das?

Nach wie vor werden sinnlos Unmengen Energie verpulvert – was absolut unnötig ist. Und schon vor 50 Jahren lernte man, den Motor abzustellen, wenn man wartet oder etwas anderes zu tun hat. Auch damals hat man den negativen Effekt schon im Geldbeutel gespürt – im Unterschied zu heute aber meist auch gerochen, wenn man neben dem Fahrzeug mit laufendem Motor stand. Den deshalb einfach mal abschalten!

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