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Ecovolta präsentiert günstigen Li-Ionen-Akku

Die neue variabel konfigurierbare Batterie aus der Schweiz soll die Entwicklungskosten für Fahrzeughersteller deutlich senken.

Jede Einheit wiegt rund 50 Kilo und kann je nach Bedarf mit weiteren packs kombiniert werden. | Foto: Ecovolta
Jede Einheit wiegt rund 50 Kilo und kann je nach Bedarf mit weiteren packs kombiniert werden. | Foto: Ecovolta
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Gregor Soller

Standardisierung spart Kosten – auch bei den Akkus. In dem Zug hat der Schweizer Batteriesystem-Hersteller Ecovolta hat eine standardisierte Li-Ionen Traktionsbatterie entwickelt, mit der Elektrofahrzeuge deutlich kostengünstiger und schneller in Serie gebracht werden sollen. Damit sollen Hersteller auch bestehende oder kleinere Fahrzeugserien zügig elektrifizieren können und auch binnen weniger Wochen Prototypen realisieren können. In der Regel rechnet man für ein Akkupack sowie das passende Batteriemanagementsystem üblicherweise mit einer Entwicklungszeit von bis zu 2 Jahren. Die „EvoTractionBattery“ kann dagegen innerhalb einiger Stunden konfiguriert werden, unabhängig davon, ob sie in einem Golfkart oder einem LKW eingesetzt wird. Das macht den Unterschied, denn bisher mussten Akkupacks für jeden Fahrzeugtyp individuell entwickelt werden. Der damit verbundene Zeitbedarf bedeutete zusätzliche Risiken und machte die Elektrofahrzeug-Produktion erst ab höheren Stückzahlen wirtschaftlich. Die EvoTractionBattery von ecovolta ist bereits als Gesamtlösung zertifiziert und kann schnell eingesetzt werden.

 „Wir schätzen, dass Fahrzeughersteller bei einer beispielhaften Batterie mit einer Betriebsspannung von 48 Volt und einer Kapazität von 10 Kilowattstunden (kWh) insgesamt 250.000 bis 500.000 Euro Entwicklungs- und Zertifizierungskosten sparen können“, so CTO Paul Hauser. Die Standardisierung senkt die Kosten pro gespeicherter Kilowattstunde Strom und damit die Hürden für den Einstieg in die Elektromobilität. Sie umfasst einen Teil der Abmessungen, die Leistungsstufen und die Elektronik. Anwender der EvoTractionBattery erhalten für alle Batteriepacks eine vollständig dokumentierte Zertifizierung inklusive der elementaren Zertifizierung UN 38.3 zur Transportsicherheit.

Das integrierte Batteriemanagementsystem ermöglicht einen Master-Slave-Betrieb und die Anbindung der Batterien an einen CAN Bus. Dadurch können die Akkus mit der übergeordneten Steuerung Daten austauschen, was für einen effizienten und sicheren Betrieb von Fahrzeugen notwendig ist. Auch die Sicherheitstechnik, das Relais und die Vorladung sind integriert. Das neue System wird mit Spannungen von 24 Volt, 48 Volt und 400 Volt sowie Kapazitäten von 2,5 kWh bis 15 kWh angeboten. Die beliebige serielle Verschaltung bis maximal 16 Batterien und die parallele Verschaltung von bis zu 32 Strängen erlauben Batteriespannungen von 24 Volt bis 829 Volt und Gesamtkapazitäten von bis zu rund 7.600 kWh.

Ein einzelnes Batteriemodul hat stets eine definierte Länge von 520 mm und eine Breite von 218 mm, die Höhe hängt von Spannung und der Kapazität ab. Dadurch werden klare Rahmenbedingungen für die Fahrzeugkonstruktion geschaffen.

Was bedeutet das?

Während vielerorts in Europa immer noch über das wo und wie von Akkuentwicklungen diskutiert wird, legt Ecovolta mit Entwicklung und Fertigung in Brunnen im Kanton Schwyz einfach mal los und bietet ein hochflexibles System für diverse Anwendungen.  

 

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