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Ebro kommt zurück: Mit Chery

Das spanische Automobilunternehmen EV MOTORS und Chery Automobile haben im Ebro-Werk in Barcelona ein Joint-Venture-Abkommen unterzeichnet – die Marke Ebro soll zurückkommen.

Der Omoda 5 EV könnte in Europa - oder zumindest in Spanien auch als Ebro 5 EV vom Band laufen. | Foto: Chery Automobile
Der Omoda 5 EV könnte in Europa - oder zumindest in Spanien auch als Ebro 5 EV vom Band laufen. | Foto: Chery Automobile
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Gregor Soller

Vor allem im Nutzfahrzeugbereich ist Ebro manchen noch bekannt: Die Marke wurde dann von Nissan übernommen und produzierte leichte Lkw bis 12 Tonnen. Jetzt soll Ebro zurückkommen – mit chinesischer Hilfe: EV MOTORS und Chery Automobile werden ihre Stärken nutzen und Technologieplattformen austauschen, um die Marke EBRO neu zu beleben.

EV MOTORS ist ein Automobilunternehmen, das sich auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Fahrzeugen spezialisiert hat und in Spanien produziert. Ebro wurde einst 1954 gegründet und stellte 1987 den Verkauf von Fahrzeugen ein – fortan wurden die leichten Lkw in modifizierter Form als Nissan verkauft, bevor auch Nissan sein Spanien-Engagement zurückfuhr und die Montage in Barcelona schloss.

Im Jahr 2023 hatte die katalanische Regierung das Ebro-Projekt "Re-Industrialisierung" gestartet. Es sieht vor, die stillgelegte Ebro-Fabrik in Barcelona für den Bau neuer Automobilmontagelinien und die Entwicklung neuer Produkte der Marke Ebro zu nutzen. Nach mehreren Besuchen und eingehenden Gesprächen entschieden sich EV MOTORS und die katalanische Regierung schließlich für Chery Automobile, das über eine ausgereifte Technologie und ein innovatives Forschungs- und Entwicklungssystem verfügt, als Partner. Diese Partnerschaft wird nicht nur zur Wiedergeburt der Marke Ebro beitragen, sondern auch die Beschäftigung und die lokale Wirtschaft fördern.

Bis 2027 will man 50.000 Autos im Jahr, bis 2029 dann 150.000 Einheiten montieren und möchte dazu 1.250 Menschen beschäftigen. Dazu sollen auch bis zu 400 Millionen Euro privat investiert werden.

Was bedeutet das?

„Entwicklungshilfe“ umgekehrt: Chery wird den Katalanen unter die Arme greifen und könnte in den Ex-Ebro-Hallen die spanische Marke wieder erstehen lassen, wofür ein Branding und dezentes Redesign bestehender Chery-Produkte genügen dürfte. In Katalanien und Spanien könnte das Chery schnell hohe Stückzahlen ermöglichen, doch nachdem Ebro immer eine eher regionale Nutzfahrzeugmarke mit leichten Lkw zwischen 3,5 und 12 Tonnen war, sind wir gespannt auf die Pläne, wie man „Ebro“ zumindest in ganz Europa bekannt machen will. Chery möchte Spanien auch als „Basisstation“ oder „Sprungbrett“ für seine EU-Pläne nutzen.

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