e.GO stellt Cargoversion des Mover vor

Mit Vorstellung der neuen Variante und der Erweiterung des Produktportfolios richtet sich auch die Eigentümerstruktur der e.GO MOOVE neu aus.

e.GO hat die Van-Version seines Mover vorgestellt. | Foto: e.GO Automobile
e.GO hat die Van-Version seines Mover vorgestellt. | Foto: e.GO Automobile
Gregor Soller

Nach der Kleinbus-Version hat das Aachener Unternehmen E.Go Moove nun die Cargoversion des Nutzfahrzeugs Mover präsentiert. Der Cargo Mover baut auf derselben Basis auf, hat aber statt des Passagierabteils einen Frachtraum hinter der Kabine. Auch er kann schon autonom nach Level 4 fahren. Das ist die Vorstufe zum vollständig autonomen Fahren, bei der das Fahrzeug den überwiegenden Teil seiner Fahrt selbständig navigiert. Dabei soll der Mover auch komplexe Verkehrssituationen wie plötzlich auftretende Baustellen ohne Eingriff des Fahrers meistern. Der Fahrer muss dennoch fahrtüchtig sein, um im Bedarfsfall die Fahraufgabe übernehmen zu können. Im Gegensatz zum „Bus“ baut die Cargoversion sehr niedrig: ihr Hauptvorteil ist der Niederflur-Aufbau zum seitlichen Beladen. Hauptnachteil: Klassische Hecktüren wie bei einem Transporter klappen nicht, da hier die Antriebsaggregate im Weg stehen.

Als Range Extender soll bei Bedarf auch bei der Cargoversion eine wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle geordert werden können. Die e.GO MOOVE schließt im nächsten Jahr die Homologation des e.GO Mover in den Fahrzeugklassen M2 (People Mover) und N1 (Walk-in Mover) ab. Im zweiten Quartal 2020 wird das neue Montagewerk (Werk 3) in Aachen Rothe Erde in Betrieb genommen. 2020 sollen noch 250 e.GO Mover aus der Serienproduktion ausgeliefert werden, für 2021 ist die Produktion von über 2.000 e.GO Movern geplant.

Mit der Vorstellung der neuen Mover-Variante und der Erweiterung des Produktportfolios richtet sich auch die Eigentümerstruktur der e.GO MOOVE neu aus. In diesem Zusammenhang tauscht ZF seine Anteile an der e.GO MOOVE GmbH Anfang 2020 in Aktien der e.GO Mobile AG.

Was bedeutet das?

e.Go plant stringent weiter und ZF bleibt an Bord: Durch die Neuaufstellung sollen größere Synergien in der Zusammenarbeit beider Unternehmen geschaffen werden. Die erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Lösungen im Bereich Transportdienstleistungen für die Mobilität der Zukunft mit ZF als Hauptlieferant für elektrischen Antrieb, Bremsen und Lenkung sowie Technologien für die Automatisierung wird fortgesetzt.

Printer Friendly, PDF & Email