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e.GO Mobile und Proton Motor Fuel Cell entwickeln Brennstoffzelle

Beide Unternehmen wollen noch 2018 das Joint Venture e.GO REX gründen, um ein Brennstoffzellensystem zu entwickeln.

Nächster Handschlag: Proton und e.GO gründen ein Unternehmen zur Entwicklung von Brennstoffzellen. | Foto: e.GO
Nächster Handschlag: Proton und e.GO gründen ein Unternehmen zur Entwicklung von Brennstoffzellen. | Foto: e.GO
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Gregor Soller

e.GO-Gründer Professor Schuh lässt seinem Postulat, dass batteriebetriebene Fahrzeuge nur auf Kurzstrecken Sinn machen und möglichst kompakt sein sollten, Taten folgen – in Form einer Brennstoffzellenentwicklung. Dazu gründete man mit Proton ein Gemeinschaftsunternehmen ins Leben, das ein kompaktes, großserientaugliches Brennstoffzellensystem mit 22 bis 30 kW als Range Extender für den Elektro-Kleinbus e.GO Mover entwickeln soll. Aktuell plant man mit rund 15.000 Einheiten, die ab 2021 mit dem Brennstoffzellen-Range Extender ausgestattet werden sollen. Ab diesem Zeitpunkt möchte man das System auch anderen Autoherstellern und Umrüstern anbieten.

„Das Besondere an dem von e.GO und Proton Range Extender ist, dass die Brennstoffzelle nur auf den durchschnittlichen Energiebedarf betriebspunktstationär ausgelegt wird und nicht den E-Motor direkt antreibt, sondern die Batterie auflädt“, erklärt Günther Schuh, Chef der e.GO Mobile AG dazu. Dadurch sei es wesentlich leichter, das System zu industrialisieren. Denn auch hier bringt Schuh seinen Hintergrund als „Produktionsprofessor“ ein, heißt: Zur begleitenden Forschung hinsichtlich der Kostensenkungs- und Skalierungspotentiale wird auf dem Campus der RWTH Aachen parallel ein Center namens „Industrialisierung Brennstoffzelle“ unter Leitung des Fraunhofer IPT gegründet. Der e.GO Moove soll ab 2019 gefertigt werden und fünfstellige Stückzahlen erreichen. Ab 2021 soll die Variante mit Brennstoffzellen-Range Extender in den Handel kommen.

Den Start des Kleinwagens e.GO Life musste man mittlerweile auf 2019 verschieben. Als Grund gibt e.GO indirekt den Dieselskandal an, denn viele Zulieferer sollen jetzt deutlich vorsichtiger geworden sein, vor allem um nicht nachträglich für den Missbrauch ihrer Produkte haftbar gemacht zu werden. Insofern hätten sich bei vielen Unternehmen die Corporate Governance Regeln geändert. Einige Zulieferer wollten demnach auch das fertige Gesamtfahrzeug separat abnehmen. Außerdem gäben manche Zulieferer geben ihre Komponenten erst im April 2019 frei, weshalb man dann erst mit der Serienproduktion durchstarten könne.

Was bedeutet das?

Viele schaffen immer mehr als einer allein. Deshalb spinnt e.GO ein feinmaschiges und komplexes Netz vieler Startups und Zulieferer, um komplexe Produktentwicklungen voranzutreiben. Dass die auch nicht immer funktionieren oder selbst mit anderen Problemen zu kämpfen haben, bleibt in diesen Zeiten des Umbruchs nicht aus.

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