E-Autos in China: Vor allem BYD, Nio und Xpeng legten zu

Vor allem die chinesischen Start-Ups konnten im April 2021 in ihrem Heimatmarkt deutlich zulegen

Unterhalb des P7 kündigte Xpeng in Shanghai den P5 an. | Foto: Xpeng
Unterhalb des P7 kündigte Xpeng in Shanghai den P5 an. | Foto: Xpeng
Gregor Soller

Der chinesische Pkw-Markt zeigt sich weiter in guter Verfassung, wovon in zunehmendem Maße auch die Start-Ups profitieren. Nio hat nach eigenen Angaben im April 7.102 Elektroautos ausgeliefert, womit man den April 2020 um 125,1 Prozent übertraf. Der Großteil des Absatzes (5.579 Einheiten) entfiel dabei auf die SUV-Modelle ES6 und EC6, der größere ES8 kam auf 1.523 Verkäufe.

Auch Xpeng konnte massiv wachsen: Hier wurden 5.147 E-Auto-Auslieferungen verbucht, was einen Zuwachs um 285 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat 2020 bedeutet. Noch besser sieht das erste Drittel 2021 aus: Bisher konnte Xpeng insgesamt 18.487 Fahrzeuge ausliefern, was ein Plus von 413 Prozent gegenüber den ersten vier Monaten des Jahres 2020 bedeutet. Dabei steht Xpeng auf zwei gleichwertigen Säulen: 2.995 P7 standen 2.152 G3 gegenüber. Auch BYD konnte mehr Stromer verkaufen: Im April 62 Prozent mehr als im Vergleichsmonat 2020, nämlich 16.114 Einheiten. Dazu kamen noch 8.920 Plug-in-Hybride, die noch massiver zulegten: Um 288 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Seitenblick: Auch Tesla konnte wachsen

Auch Tesla wuchs: Die China Passenger Car Association (CPCA) meldete 25.845 verkaufte Model 3 und Model Y in China, wovon allerdings 14.174 exportierte Fahrzeuge waren. Heißt, dass die Amerikaner in China 11.671 Model 3 und Model Y verkauft haben. Womit auch Tesla gegenüber dem April 2020 um 221 Prozent zulegte, als man noch 3635 Einheiten verkaufte.

Chips fehlen auch in China

Zudem schrieben einige Twitter-User unter Berufung auf die chinesische PR-Abteilung von Tesla dass die Produktionslinie für das Model Y für zwei Wochen wegen eines Upgrades an den Anlagen für zwei Wochen heruntergefahren worden sein soll. Die Produktionsunterbrechung könnte entweder mit Erweiterungen oder Anpassungen der Produktionslinien zusammenhängen oder mit fehlenden Teilen wie Chips – ein Problem, dass mittlerweile auch in China angekommen ist. Auch Nio meldete, hiervon betroffen zu sein.

Was bedeutet das?

Die Elektro-Start-Ups wachsen teils zügig weiter, wenngleich man von den ganz großen (nötigen) Stückzahlen immer noch weit entfernt ist. Insofern darf man gespannt sein, wie sich 2021 mit Pandemie und Halbleitermangel weiter entwickelt und ob China die Welt als Leitmarkt nachhaltig abhängen wird.

 

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