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E-Auto-Prämien längst nicht ausgeschöpft

Laut der Plattform „Kfz-Betrieb“ seien bis 31.3.2018 nur 17,2 Prozent der Fördermittel zum E-Auto-abgerufen worden.

Für die Elektromobilität wurde bis zum 31.3.2018 nur ein Teil der Fördergelder abgerufen. | Foto: G. Soller
Für die Elektromobilität wurde bis zum 31.3.2018 nur ein Teil der Fördergelder abgerufen. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

Die Plattform Kfz-Betrieb hat nachgefragt: Nach Angaben des zuständigen Bundesamts für Ausfuhrkontrolle (Bafa) wurden seit Beginn der Maßnahme 57 549 Anträge auf die E-Auto-Prämie gestellt. Der Fördertopf sollte aber für deutlich mehr Fahrzeuge reichen – es kursieren Zahlen zwischen 300 000 bis 400 000 Fahrzeuge.

Für ein reines Brennstoffzellen- oder Elektroauto erhalten Käufer 4000 Euro, für einen Plug-in-Hybrid 3000 Euro. Jeweils zur Hälfte übernehmen Staat und Autohersteller die Prämie. Bisher entfielen 33 318 Anträge auf batterieelektrische Fahrzeuge, 24 214 auf Plug-in-Hybride und 17 auf Brennstoffzellen-Fahrzeuge. Somit sind bislang nur 206 Millionen Euro aus dem insgesamt 1,2 Milliarden Euro umfassenden Fördertopf vergeben. Aber nicht alle Fahrzeuge sind förderfähig: Der Einkaufspreis darf maximal 60.000 Euro betragen. Deshalb wurde Teslas Model S zwischenzeitlich aus der Förderung genommen worden. Es gab Vorwürfe, dass es die Basis-Variante nur theoretisch zu kaufen gibt. Nur in der Grundausstattung liegt der Netto-Listenpreis des Modells unter 60 000 Euro, was die obere Preisgrenze für eine Förderung darstellt.

Auf BMW mit den i-Modellen und den Plug-In-Hybriden entfielen mit 11392 Anträgen rund 20 Prozent des bisherigen Gesamtvolumens. Es folgen Volkswagen (16 Prozent), Smart (12 Prozent), Renault (12 Prozent) und Audi (9 Prozent). Das am häufigsten geförderte Einzel-Fahrzeug war der Renault Zoe mit 6513 Anträgen. Spannend wird es bei den Exoten und kommerziell genutzten Fahrzeugen, wie eine Auswertung von "Kfz-Betrieb" ergab:  Dazu gehören der Piaggio Porter Elektro (3 Anträge) oder der chinesischen Transporter Maxus EV80 (208 Anträge), den ein norddeutscher Flottendienstleister als Mietfahrzeug anbietet.

Was bedeutet das?

Bei den oft hohen Preisen für elektrifizierte Fahrzeuge kommen diese für viele Normalverdiener ohnehin nicht in Frage. Und da sind 3000 bis 4000 Euro Förderung dann nicht allzu viel, wenn man gegenhält, mit welchen Rabatten die Autohersteller wegen dem Dieselskandal ohnehin schon um sich werfen. Der dürfte der Elektromobilität deshalb mehr helfen als das Fördergeld.

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