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Dyson will Elektroautos in Singapur fertigen

Wie mehrere Medien berichten, soll die Produktion 2021 starten.

Auf dem Hullavington Airport errichtet Dyson derzeit in UK ein Testzentrum und restaurierte dafür alte Hangars. | Foto: Dyson
Auf dem Hullavington Airport errichtet Dyson derzeit in UK ein Testzentrum und restaurierte dafür alte Hangars. | Foto: Dyson
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Gregor Soller

Außer Staubsaugern, Trocknern und Beleuchtungseinrichtungen will Dyson künftig auch E-Autos fertigen. Das deutete Inhaber und Gründer James Dyson immer wieder an – hat allerdings bisher weder Daten bekanntgegeben noch einen Prototypen vorgestellt. In einem Interview mit „GQ“ äußerte Dyson sich weiter kryptisch: „Was wir machen, ist ziemlich radikal“. Bekannt dazu waren auch die Pläne, mit der US-Firma Sakti3 Festkörperakkus zu entwickeln, doch außer der Tatsache, dass Sakti immer wieder zu den besten Arbeitgebern der Region Detroit gehöre, wird auf der Sakti3-Webseite nichts Neues vermeldet. Gerüchten der Autoindustrie zu Folge rechnet dort auch niemand mit funktionierenden Feststoffbatterien vor den frühen 2020er-Jahren. Das dürfte auch ein Grund sein, weshalb Dyson laut BBC zuletzt 46 Millionen Pfund seiner Investitionen in Sakti3 abschrieb, die er bereits gekauft hatte. Parallel soll Dyson jetzt auch wieder an herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien arbeiten.

Außerdem errichtet Dyson auf dem britischen Hullavington Airfield in Wiltshire ein Testgelände für die ElektroautosDazu investierte man zuletzt 200 Millionen Pfund (223 Millionen Euro) in, um die nächste Phase der Entwicklung des Elektroautos einzuläuten. Zudem will das Unternehmen auf dem ehemaligen Flugplatz Hullavington ein umfangreiches Testgelände für Elektroautos realisieren. Dysons 400-köpfiges Automotive-Team ist bereits in die neuen Gebäude auf dem Gelände eingezogen. Bisher hat Dyson 84 Millionen Pfund (93,58 Millionen Euro) in sein neues Technologiezentrum investiert, um die ersten beiden Hangars aus dem Jahr 1938 umzubauen. 400 Mitglieder des Dyson Automotive-Teams haben ihre neuen hochmodernen Arbeitsplätze bereits bezogen. In den kommenden Monaten sollen noch drei weitere Gebäude fertiggestellt werden, die dann weitere 15.000 Quadratmeter Testfläche bieten werden.

Wegen der Unsicherheiten bezüglich des Brexit und den hohen Lohnkosten scheint die Fertigung aber in Asien stattzufinden – auch wegen der Nähe zu einigen Zielmärkten, zu denen Dyson sicher auch China rechnet. Dazu kommt in Singapur ein Produktionszentrum für Motoren konzentriert. Wichtig: Der Stadtstaat hat ein Freihandelsabkommen mit China.

Was bedeutet das?

Die Autoindustrie behält Dyson auf dem Schirm, wenngleich es langsam an der Zeit wäre, den Ankündigungen irgendein konkretes Konzept folgen zu lassen. Zumal es haute mit der reinen Entwicklung eines Autos nicht mehr getan ist.

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