Dyson will bis 2020 ein revolutionäres Elektroauto bauen

Der britische Staubsaugerpionier James Dyson kündigt an, bis 2020 ein Elektroauto auf den Markt zu bringen, das besser sein soll als die Konkurrenz. 2,3 Milliarden Euro sollen investiert werden.

Zauber-Sauger: Mit Elektromotoren sowie mit Akkus hat Dyson durchaus Erfahrungen. | Foto: Dyson
Zauber-Sauger: Mit Elektromotoren sowie mit Akkus hat Dyson durchaus Erfahrungen. | Foto: Dyson
Johannes Reichel

Wer elektrisch angetriebene Roboterstaubsauger baut, der bekommt auch ein Elektroauto hin - so oder so ähnlich könnte sich das der Haushaltstechnikpionier James Dyson gedacht haben, als er das Vorhaben anstieß, bis 2020 ein E-Auto auf die Räder zu stellen, das die Welt bis dato noch nicht gesehen hat. 2,3 Milliarden Euro lässt er sich die Arbeit von 400 Entwicklern kosten und ihm ist offenbar klar, dass es ein langer Weg wird, damit auch Geld zu verdienen. Der Elektromotor selbst ist für den Staubsaugerhersteller offenbar kein Problem, da meint man, genügend Expertise mit den eigenentwickelten E-Maschinen zu haben.

Als Schlüsselfaktor betrachtet Dyson, der 2007 zum Ritter geschlagen wurde, die Akkutechnologie. Auch hier ist man allerdings kein Neuling: Seit zwei Jahrzehnten forscht der britische Visionär in diesem Bereich. Nicht ganz grundlos übernahm man vor zwei Jahren ein Startup Sakti3, das auf Festkörperbatterien spezialisiert ist. Die hält man nicht nur bei Dyson für günstiger und leistungsstärker als "konventionelle" Lithium-Ionen-Speicher. Dyson hat auch Leute um sich geschart, die etwas von Autos verstehen: Im Aufsichtsrat sitzt kein geringererr als BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson, Einkaufsleiter und Chefentwickler kommen von Aston Martin - eine britische Allianz sozusagen. Als Fertigungsort peilt man laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung China an, weil man das Reich der Mitte auch als Hauptabsatzmarkt sieht. Und: Ein Billigheimer soll der "E-Dyson" nicht sein, auch weil er sich "radikal" von anderen Fahrzeugen unterscheide.

Was bedeutet das?

Einmal mehr zeigt sich am Beispiel Dyson, wie die Grenzen derzeit verschwimmen und wie schnell mit dem Aufkommen der E-Mobilität komplett neue Anbieter ins automobile Feld drängen. Gut so, das belebt den Wettbewerb und macht den Großen Dampf. Man darf gespannt sein auf diesen Zauber-Sauger für die Straße.

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