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DS 3 Crossback E-Tense: Erste Eindrücke

Zwar hebt DS die Elektroversion erst zum Jahresende ins Programm, hatte aber in Berlin schon ein Vorserienmodell mit dabei.

In Berlin hatte DS auch schon die E-Tense-Elektroversion dabei. | Foto: G. Soller
In Berlin hatte DS auch schon die E-Tense-Elektroversion dabei. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

Optisch unterscheidet sich der E-Tense nur im Detail von seinen auffälligen Verbrenner-Geschwistern: Denn „getankt“ wird auch bei ihm fahrerseitig am Heck. Per Druck auf den Schlüsselknopf schnalzen die verchromten Türgriffe aus ihrer Versenkung und nach dem Öffnen der Fahrertür empfängt einen je nach Ausstattung auch hier ein sehr eigenständiges Ambiente, das vor allem in den Ausstattungen respektive „Inspirationen“ Rivoli oder Bastille sehr futuristisch wirkt. Zu den Preisen hat sich DS noch nicht geäußert, doch die starken Benziner mit Achtgang-Automatik starten netto jetzt schon bei gut 26.000 Euro – unter 30.000 Euro netto könnten also gerade noch ausgehen, womit man bei knapp 35.700 Euro wäre.

Also drücken wir den natürlich rautenförmigen Startknopf: Wo man schon die Benziner kaum hört, schweigt der E-Tense dann vollständig, dicker Scheiben und guter Dämmung sei Dank. Außerdem ist die Karosserie mit speziellen Punktscheiß-Klebeverfahren gefügt, was sie steifer macht und ebenfalls Geräusche absorbiert. Das führt dann dazu, dass man sich an Ampeln selbst in dichtem Verkehr schon an Gebläsestufe eins stört, oder noch krasser: An den Geräuschen des Massagesitzes, den E-Motörchen dann vernehmlich antrieben! Also schalten wir auch die Massage wieder weg! Unter der Haube sitzt statt den Verbrennern die komplette E-Maschine, die hier 100 kW und – noch wichtiger – 320 Nm Drehmoment ab 0 Umdrehungen leistet. Was den E-Tense nicht zum Stärksten, aber zum kräftigsten Modell der DS3-Crossback-Palette macht. Was wiederum souveränes Gleiten ermöglicht.

Das 50 kWh-Akkupaket nutzt teils den Platz des Tanks im Heck und schränkt dort den Kofferraum nicht ein. Eine Wärmepumpe und die Möglichkeit, das Auto per App „vorzukonfigurieren“ (etwas heizen im Winter, etwas kühlen im Sommer) hilft auch hier, Strom zu sparen. Nach WLTP kann der neue DS so bis zu 320 Kilometer weit kommen. Das Laden bis zu 80 Prozent dauert an einem 100 kW-Schnelllader 30 Minuten, an einer 50 kW-Box rund zwei Stunden. Mit einer Wallbox zu Hause muss man bei 11 kW mit rund fünf Stunden rechnen, bei 7,2 kW dauert es rund fünf Stunden, bei 7,2 kW deren sieben. Und an der Haushaltsteckdose? Muss man eher mit rund 24 Stunden rechne – je größer der Akku, desto länger das Laden.

Geduld braucht man leider auch noch bei den Lieferzeiten: Ab September soll man bestellen können, die ersten Modelle könnten vielleicht noch als „Weihnachtsgeschenke“ 2019 auf die Straße rollen – das große Roll-Out ist aber erst für 2020 geplant. Dann geht der E-Tense in Großserie und soll helfen, die CO2-Bilanz des PSA-Konzerns massiv zu verbessern. In der Hoffnung, dass sich PSA genügend Akkukapazitäten gesichert hat, um den „E-Tense“ intensiv in den Markt zu bringen.

Aber auch zu weiteren Modellen hat man sich schon geäußert: Der DS7 Crossback startet ebenfalls noch 2019 als Plug-in-Hybrid und ebenfalls noch dieses Jahr folgt eine Limousine der oberen Mittelklasse, die dem Citroen C6 und DS5 folgt. Sie steht auf der „großen“ EMP2-Plattform und wird auch als PHEV kommen. Bis 2023 soll dann auch jährlich ein neues DS-Modell erscheinen, immer elektrifiziert, bevor man ab 2025 nur noch reine Elektroautos fertigen möchte. Neben DS7 Crossback und der großen Limousine wäre noch ein DS5 Crossback denkbar, außerdem könnte auch der kompakte DS3 einen Nachfolger brauchen, so dass das DS-Portfolio am Ende aus den Ziffern 3, 5 und 7 bestehen könnte – jeweils als „Limousine“ und Crossover respektive SUV.

Was bedeutet das?

Der E-Tense passt am besten zum DS3 Crossback. Man darf gespannt sein, wie hoch sein Absatzanteil innerhalb der DS3-Crossback-Familie klettern wird. Aller Voraussicht nach höher, als DS noch vor ein oder zwei Jahren geplant hat. Noch spannender wird die Zukunft der Marke, die sicher nicht den Mainstream trifft, aber eine absolut erfrischende Renaissance des französischen Stils in der Automobilwelt darstellt. 

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