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Dodge Charger Daytona SRT Concept: BEV mit Auspuff und Handschaltung!

Einen Tag nach der Vorstellung des Hornet zeigt Dodge, wie der elektrische Charger aussehen wird – und hier kann man Entwarnung geben: Deutlich klassischer als das aktuelle Modell!

Keine Angst: Die elektrischen Dodge bleiben optisch klassische Muscle-Cars. | Foto: Dodge
Keine Angst: Die elektrischen Dodge bleiben optisch klassische Muscle-Cars. | Foto: Dodge
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Gregor Soller

Dodge hat sich einen Ruf als Amerikas Muscle-Car-Marke erarbeitet. Das erste Elektroauto der Marke heißt also laut Dodge nicht zufällig Charger Daytona SRT Concept - wie das berühmte Modell Charger Daytona, das 1970 als erstes Fahrzeug auf einer NASCAR-Strecke die 200-Meilen-Marke durchbrach. Ein zweitüriges Coupé ist angesichts kaum verkäuflicher Zweitürer extrem mutig, verschafft der Marke aber im Gegensatz zum Hornet eine maximale Alleinstellung.

Hauptsache laut: Der Charger wird das erste BEV mit „Auspuff“

Herzstück des Dodge Charger Daytona SRT Concept sind drei zum Patent angemeldete Merkmale, die die Regeln des BEV-Segments neu schreiben werden: Bei „R-Wing“ handelt es sich um ein einzigartiges aerodynamisches Gesamtkonzept, das das Konzept mit seinem ikonischen Namensvetter, dem 1969er Dodge Daytona – bekannt für seine Kunststoffnase und den riesigen Heckflügel – verbindet. Völlig irre ist aber der „Fratzonic Chambered“ genannte Auspuff: Er kann laut Dodge 126 dB erreichen und ist damit so laut wie ein aktueller Dodge mit Hellcat-Motor. Und mit dem eRupt Mehrgang-Getriebe will man ein „elektromechanisches Schalterlebnis“ bieten, das „typisch Dodge“ ist.

Archaische Werte, moderne Technik

Doch die Technik unter der klassischen Hülle ist brandneu: Stellantis setzt auf eine 800-Volt-Architektur und ein Antriebssystem namens „Banshee“. Basis dafür ist die EDM3-Antriebseinheit von Stellantis – denn nur von diesem Electric Drive Module (EDM) wurde bisher eine 800-Volt-Version angekündigt. Die EDM3 kann je Motor zwischen 150 und 330 kW bieten. Und da Dodge bei seinen aktuellen Charger- und Challenger-Modellen bereits über 800 PS anbietet/anbot könnten zwei EDM 3 hier mit Allrad bis zu 660 kW – das sind knapp 898 PS lockermachen. Dazu dürfte Stellantis die STLA-Large-Plattform kombinieren, um auch die großen Akkus mit 101 bis 118 kWh Kapazität vorhalten zu können.

Unvernünftig wie die Marke Dodge positioniert ist, soll der Elektro-Charger seinen Hellcat-Vorfahren die Rücklichter zeigen: Mit V8-Kompressor liegen 594 kW an, um die große Limousine in unter vier Sekunden auf 100 km/h zu schießen. und kann in 3,6 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen.

Aussagen in diesem Video müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Denn auch elektrisch stünde die Marke Dodge steht für „Muskeln, Haltung und Leistung“. Was auch hier durch ein Symbol auf den Flanken gekennzeichnet ist: beim Hornet ist es die Hornisse, hier eine symbolisierte „Höllenkatze“. Dodge Chef Tim Kunsikis erklärt dazu:

„Heute haben wir mit dem Dodge Charger Daytona SRT Concept einen Blick in unsere eMuscle-Zukunft geworfen. Als wir sagten, es würde ein elektrischer Sommer für Dodge werden, haben wir es auch so gemeint."

Was bedeutet das?

Im Gegensatz zum Hornet, der ein geklonter Alfa Romeo Tonale ist, dürften Charger (und Challenger) auch elektrisch genau das bleiben was sie sind: Überstarke, überlaute und wilde Radaubrüder und typische US-Muscle-Cars. Sicher nicht die Mega-Stückzahlenbringer weltweit, aber trotzdem weltweit begehrt und allein auf weiter Flur. Die Frage ist jetzt, wie Dodge das künftig weltweit vermarkten will – denn der graue Markt nimmt auch in Deutschland jährlich einige Höllenkatzen auf.

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