Digitale Autovermietung Virtuo startet in Deutschland: Bei Abruf Auto

Mit Start in Berlin und München kommt die digitale Autovermietung auch nach Deutschland. Die Fahrzeuge werden per App bestellt, in die Station oder vor die Haustür geliefert. Das gesamte Mieterlebnis läuft digital ab und soll mit den Services einer klassischen Autovermietung verbunden sein. Nur E-Autos fehlen beim Start.

App die Post: Das Anmieten eines Fahrzeugs soll mittels Handy einfach sein, das Mobil wird wahlweise auch geliefert. | Foto: Virtuo
App die Post: Das Anmieten eines Fahrzeugs soll mittels Handy einfach sein, das Mobil wird wahlweise auch geliefert. | Foto: Virtuo
Johannes Reichel

Die französische Digital-Autovermietung Virtuo startet jetzt auch in Deutschland und bietet in einem vollständig digitalen Prozess Fahrzeuge on demand in Berlin und München an. Damit will man nicht nur das nach eigenem Urteil "angestaubte" Mietwagengeschäft neu gedacht haben, sondern auch eine echte Alternative zum eigenen Auto bieten. Die App wird bereits in mehr als 25 europäischen Städten, darunter London, Paris und Mailand angeboten. Das Konzept "Auto auf Abruf" soll rund um die Uhr und sieben Tage die Woche verfügbar sein per App oder auf der Homepage. Innerhalb weniger Stunden wie es heißt, soll das Fahrzeug bereits in der gewählten Virtuo-Station zur Abholung bereit – in Berlin am Alexanderplatz, Potsdamer Platz, Hauptbahnhof oder Kurfürstendamm, in München am Karlsplatz und ab nächster Woche an der Station Schwabing. Wahlweise wird es direkt zu einer Wunschadresse, z.B. vor die eigene Haustür, geliefert. Auch alle Vorgänge während der Miete funktionieren per App. Mit dem digitalen Autoschlüssel lässt sich der Wagen entsperren und starten und auch der Schadensbericht ist online zu erledigen. Die Rückgabe erfolgt dann aber am Ausgabeort.

 

Das Ziel der Gründer von Virtuo, Thibault Chassagne und Karim Kaddoura, sei es, mittels eines innovativen Mietwagenkonzepts eine alternative und nachhaltige Mobilitätslösung für Stadtbewohner:innen zu bieten, die sich in ihren Alltag einfügt. Damit werde der Besitz eines Autos in der Stadt unnötig. Viele Städter*innen nehmen für die Flexibilität, die ein eigenes Auto bietet, den Preis hoher Erhaltungskosten auf sich, obwohl ihr Fahrzeug im Alltag überwiegend ungenutzt sei. Das belaste die Städte und die Umwelt. Aus dieser Analyse heraus entstand das Konzept: Eine Zukunft mit Städten, in denen eigene Autos überflüssig sind.

"Qualität, Flexibilität und Komfort – was in vielen Lebensbereichen schon zum Lifestyle gehört, scheint beim Thema Autovermietung bisher nicht möglich. Herkömmliche Anbieter sind noch wenig digital aufgestellt. Die Buchung ist meist online möglich, der Mietvorgang jedoch immer noch analog, mit versteckten Kosten verbunden und umständlich. Dadurch tragen traditionelle Mietwagenservices dazu bei, dass das eigene Auto in vielen Städten immer noch attraktiv für Bewohner:innen ist und es an Flexibilität mangelt", skizziert Ricardo Colon, General Manager Virtuo Deutschland.

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