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DHL/OneStopBox: Neutrale Paketautomaten sollen Verkehr reduzieren

Ergänzend zum Packstationsnetz: DHL-Tochter startet ein System für Versand und Empfang von Sendungen. Zudem ist eine Click & Collect-Lösung für stationären Einzelhandel im Portfolio. Mehrere tausend Automaten sind geplant. Und die Verringerung des Individualverkehrs angestrebt.

Eine Box für alle: Die Automaten sollen an gut erreichbaren, zentralen Standorten aufgebaut werden, damit Kund:innen beim Einlegen und Abholen ihrer Pakete keine Extra-Wege haben. | Foto: DHL/OneStopBox
Eine Box für alle: Die Automaten sollen an gut erreichbaren, zentralen Standorten aufgebaut werden, damit Kund:innen beim Einlegen und Abholen ihrer Pakete keine Extra-Wege haben. | Foto: DHL/OneStopBox
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Redaktion (allg.)
von Johannes Reichel

Die "Innovative und nachhaltige Automations-Lösungen GmbH", eine im Januar 2024 gegründete Tochter der DHL Group, hat mit der OneStopBox ein neues anbieteroffenes Automatensystem für den Paketmarkt angekündigt. Die Automaten sollen intuitiv zum Beispiel per App oder PinPad zu bedienen sein und zeichnen sich durch ein einfach zu integrierendes IT-System mit intelligenter Kapazitätssteuerung aus, wirbt der Logistiker. Damit können alle Paketdienstleister, die das offene Netzwerk nutzen wollen, ihren Kund:innen ermöglichen, Pakete an den Stationen rund um die Uhr zu verschicken und zu empfangen. Zudem können Einzelhändler online bestellte Waren für ihre Kund:innen in den Automaten hinterlegen, sodass diese nicht an die Öffnungszeiten des stationären Handels gebunden sind.

"Mit der OneStopBox gehen wir neue Wege. Die OneStopBox ist der erste anbieteroffene Automat, der von DHL genutzt wird und auch jedem anderen Paketdienstleister zur Verfügung steht. Ergänzend dazu profitieren Verbraucher:innen von einem integrierten Click- und Collect-Angebot, durch das sie rund um die Uhr Waren abholen können, die sie zuvor beim stationären Einzelhandel bestellt haben. Die OneStopBox bietet ihnen somit noch größere Flexibilität und spart ihnen zusätzliche Wege", erklärt Lukas Beckedorff, Geschäftsführer der neuen GmbH.

Ziel sei es, dass die Automaten immer nutzbar sind - unabhängig davon, mit welchem Paketdienst sie ihre Waren verschicken und wer die bestellten Waren in die OneStopBox einliefert, so Beckedorff weiter. Die Automaten sollen an gut erreichbaren, zentralen Standorten aufgebaut werden, um Extra-Wege zu vermeiden. Damit sollen der Individualverkehr verringert und CO2-Emissionen gesenkt werden. Allen teilnehmenden Paketdienstleistern ermögliche die Lösung zudem, Sendungen mit einem Stopp gebündelt zuzustellen und abzuholen, was die Umwelt ebenfalls entlastet. Zudem stärke das Click & Collect-Angebot den stationären Einzelhandel, der seine Waren somit über zusätzliche Kanäle vertreiben kann. Neben dem stationären Einzelhandel gibt es weitere Anwendungsfälle. So könnten zum Beispiel Unternehmen mit Techniker:innen oder Beschäftigten im Außendienst unkompliziert Waren, wie Ersatzteile, über die Automaten an ihre Mitarbeiter:innen übergeben, skizziert der Logistiker weiter.
 

Mehrere tausend Automaten geplant

Geplant ist der Aufbau von mehreren tausend anbieteroffenen Automaten. Im ersten Schritt werden in diesem Jahr rund 100 Automaten der OneStopBox vor allem in größeren deutschen Städten installiert, 2025 sollen etwa 2.000 folgen.

"Mit unserer Lösung schaffen wir zusätzliche Kapazitäten an Automatenfächern für alle Paketdienstleister in Deutschland. Die Stationen helfen ihnen somit, die insgesamt wachsenden Paketmengen zuzustellen, auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der Paketbranche. Unser Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Paketdienstleistern und dem stationären Einzelhandel das größte offene Automatennetz in Deutschland zu betreiben", sagt Beckedorff.

 

Man wisse, dass viele Kommunen und Stadtverwaltungen großes Interesse an einer solchen dienstleisterunabhängigen Lösung haben. Für viele Bürger:innen wäre es eine positive Entwicklung, wenn Automaten für den Versand und die Abholung von Paketen auch auf meist gut erreichbarem öffentlichem Grund zur Verfügung stünden, wirbt Beckedorff weiter. Interessierte Standortgeber können sich direkt melden. Das neue Automatennetz der OneStopBox ergänzt das gelbe Automatennetz der rund 13.000 DHL Packstationen, die Kund:innen auch weiterhin für ihre DHL-Sendungen zur Verfügung stehen.

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