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Deutschlandnetz: Autobahn GmbH gibt Zuschlag für 1.000 neue Schnelllader an Rastplätzen

(dpa/jr) In den nächsten Jahren soll sich nach den Plänen der Ampel die Zahl der E-Autos deutlich erhöhen. Dafür braucht es mehr Lademöglichkeiten. Nun geht es einen Schritt voran, mit 1.000 Schnellladern an unbewirtschafteten Rastplätzen, die Fastned, E.ON, Autostrom Nord und TotalEnergies errichten. Fastned mahnt Begleitinfrastruktur an.

Schneller Laden an der Piste: Die bundeseigene Agentur erteilte die Zuschläge für die Ausstattung von Rastplätzen, unter anderem an den niederländischen Pionier Fastned. | Foto: Fastned
Schneller Laden an der Piste: Die bundeseigene Agentur erteilte die Zuschläge für die Ausstattung von Rastplätzen, unter anderem an den niederländischen Pionier Fastned. | Foto: Fastned
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Johannes Reichel

Alle 10 Minuten eine Ladesäule für Elektroautos an Autobahnen - das ist das langfristige Ziel des Bundes. Auf dem Weg dorthin hat die bundeseigene Autobahngesellschaft den Zuschlag für rund neue 1.000 Schnellladepunkte erteilt, wie die Autobahn GmbH am Freitag in Berlin mitteilte. Es gehe um Schnellladepunkte an 200 unbewirtschafteten Rastanlagen. Sie sollen bis zum Jahr 2026 errichtet sein. Demnach gehen die Zuschläge an die Firmen Fastned Deutschland GmbH & Co KG, E.ON Drive Infrastructure GmbH, die Bietergemeinschaft Autostrom Nord und TotalEnergies MarketingDeutschland GmbH. Dieser zweite Teil der Deutschlandnetz-Ausschreibung wird dazu führen, dass an insgesamt 200 unbewirtschafteten Raststätten entlang deutscher Autobahnen Schnellladeinfrastruktur errichtet wird, teilte der niederländische Pionier Fastned mit, der 34 der Standorte ausbauen darf. Gleichzeitig sieht Fastned-Country-Managerin Linda Boll aber auch Verbesserungspotenzial bei den Plänen der Ausschreibung.

„Es ist bisher nicht vorgesehen, Gastronomie und Shops an den Rastplätzen zu errichten oder die sanitären Anlagen aufzuwerten, was die Attraktivität der Standorte deutlich erhöhen würde. Unserer Meinung nach kann nur mit einem umfänglichen und zeitgemäßen Angebot am Ladestandort ein wirklicher Wettbewerb entstehen. Wir hoffen, hierzu mit der Autobahn GmbH und dem Bundesministerium ins Gespräch zu kommen und dadurch unseren Kund:innen letztendlich das bestmögliche Ladeerlebnis bieten zu können", erklärte Boll.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sagte laut Mitteilung, das Ladenetz an Autobahnen werde spürbar dichter. «Unser Ziel ist, dass bundesweit der nächste Schnellladestandort in wenigen Minuten erreichbar ist.» Michael Güntner, Chef der Autobahn GmbH des Bundes, sagte, um lange Strecken mit dem E-Auto zu bewältigen, müssten die Fahrerinnen und Fahrer verlässlich aufladen können.

E-Autos spielen eine wichtige Rolle in der Strategie der Bundesregierung, um Klimaziele im Verkehr zu erreichen. Das Ziel lautet, dass bis 2030 sollen 15 Millionen E-Fahrzeuge auf den Straßen fahren. Derzeit sind es rund 1,5 Millionen rein elektrische Fahrzeuge. Unter Experten gilt es als fraglich, ob das Ziel erreicht werden kann. Ein Grund ist, dass die Bundesregierung unter Verweis auf Sparzwänge die staatliche Förderung beim Kauf von E-Autos Ende 2023 und damit deutlich früher als eigentlich geplant beendet hatte. 

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