Deutschland-Premiere: Ford zeigt Mustang Mach-E GT in Hamburg

Im Umfeld seiner "Go Electric"-Eventserie fährt der Hersteller einen Prototyp des neuen Mustang Mach-E GT auf der Reeperbahn vor und avisiert den Start in Deutschland für Ende 2021.

Der Ford Mustang Mach-E GT wurde erstmals in Deutschland vorgestellt. | Foto: Ford
Der Ford Mustang Mach-E GT wurde erstmals in Deutschland vorgestellt. | Foto: Ford
Timo Pape

Im Rahmen seiner "Go Electric"-Eventserie zur Einführung der Elektro-Modelle hat Ford in Hamburg einen Prototyp des neuen Mustang Mach-E GT vorgestellt. Während einer Präsentation auf dem Spielbudenplatz  an der Reeperbahn erklärte der US-Hersteller technische Daten seines neuen Superstromers und kündigte einen Marktstart in Deutschland für Ende 2021 an.

3,7 Sekunden - auf diese Zahl ist Ford besonders stolz. Denn trotz seiner stattlichen SUV-Maße soll es der Mach-E GT im Sprintduell von 0 auf 100 km/h mit einem Sportwagen aufnehmen. Auch darüber hinaus können die technischen Werte des Vollstromers überzeugen. 342 kW (465 PS) soll der Mach-E GT mittels Allradantrieb auf die Straße bringen. Dabei sorgen zwei Elektromotoren für ein Drehmoment von 830 Nm, das sich sehen respektive fühlen lassen kann.

"Der neue Mustang Mach-E GT zeigt, was ein rein elektrischer Antrieb alles leisten kann", schwärmt Stuart Rowley, Präsident von Ford Europa.

Bei 200 km/h ist der Mustang Mach-E GT allerdings abgeriegelt. Man halte dies mit Blick auf die Batterie-Belastung für einen sinnvollen Grenzwert, da die Richtgeschwindigkeit in Europa - mit Ausnahme Deutschlands - ohnehin nur bei 130 km/h liege, so die Begründung. Um den sportiven Charakter des Mach-E zu untermauern, hat sich der Hersteller entschieden, seinen E-Crossover mit dem Prädikat Mustang zu versehen, obwohl dieser auf den ersten Blick nicht zwingend als Sportwagen erscheint, sondern eben eher als mittelformatiger SUV. Nichtdestotrotz hat Ford die Optik der GT-Variante sportlicher gestaltet: Diverse Verzierungen und nicht zuletzt die großen 20-Zoll-Felgen sorgen für einen markanteren Auftritt.

Laden mit bis zu 150 kW Leistung

Beim Thema Laden macht der Mach-E eine solide Figur. Einerseits dank "Plug and Charge" - Ladestationen werden den jeweiligen Nutzer-Account in Zukunft schon beim Anstöpseln erkennen und die Rechnung kurz nach dem Laden automatisch auf den Weg schicken. Eine Kartenzahlung ist dann nicht mehr nötig. Mit Blick auf die Ladegeschwindigkeiten erreicht die große Akku-Variante des Mach-E - beim GT Standard - maximal 150 kW Leistung. Bei der kleineren Batterie sind es 125 kW. Beide Versionen sollen somit in rund 40 Minuten von zehn auf 80 Prozent kommen.

Ford forciert Ladeinfrastruktur: Ionity reicht nicht

Und in Sachen Ladeinfrastruktur engagiert sich Ford für den Ausbau des Netzes. Als Mitglied des IONITY-Konsortiums freut sich Ford, seinen Kunden kostenlosen Strom in ganz Europa anbieten zu können, betont aber dennoch, dass dies noch lange nicht ausreiche. Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur, so Hans Jörg Klein, Geschäftsführender Direktor für Deutschland, Österreich und Schweiz, sei nach wie vor die wichtigste Voraussetzung für den zügigen Ausbau der Elektromobilität und die Akzeptanz der Kunden für elektrifizierte Fahrzeuge.

Der Ford Mustang Mach-E kann - wie auch die GT-Variante - an IONITY- und weiteren HPC-Ladepunkten eine Ladeleistung von bis zu 150 kW nutzen. In zehn Minuten Ladezeit sollen durchschnittlich 119 Kilometer drin sein. Die maximale Reichweite des großen 88-kWh-Akkus soll nach WLTP-Norm bei bis zu 610 Kilometern liegen. Die kleinere Batterievariante speichert 68 kWh Energie und soll damit auf mindestens 400 Kilometer kommen. In diesem Fall liegt die maximale Ladeleistung bei 115 kW. Für Ford spiele darüber hinaus auch die Erschwinglichkeit der E-Fahrzeuge eine wichtige Rolle. Preislich soll der "normale" Mach-E bei 42.000 Euro einsteigen. Zum Preis der GT-Version will sich Ford erst zu gegebener Zeit äußern.

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