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Deutscher Mobilitätspreis 2019: Die zehn Gewinner stehen fest

Vom flexiblen On-Demand-Shuttle bis zur Straßenbeleuchtung mit WLAN: Die Gewinner-Projekte des Deutschen Mobilitätspreises 2019 stehen fest.

Deutschlandweit hatten sich rund 270 Start-ups, Unternehmen, Verbände und Forschungsinstitutionen mit ihren Projekten um den Deutschen Mobilitätspreis beworben. | Foto: Deutscher Mobilitätspreis/Geber86
Deutschlandweit hatten sich rund 270 Start-ups, Unternehmen, Verbände und Forschungsinstitutionen mit ihren Projekten um den Deutschen Mobilitätspreis beworben. | Foto: Deutscher Mobilitätspreis/Geber86
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Julian Kral

Geistesblitze statt Verbotsdebatten, das fordert Verkehrsminister Andreas Scheuer zum Deutschen Mobilitätspreis 2019, der von der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vergeben wird. Die zehn Gewinner-Projekte, welche im November im Rahmen einer feierlichen Übergabe prämiert werden, stehen nun fest.

Ganz nach dem diesjährigen Motto: "intelligent unterwegs: Menschen bewegen - Lebensräume verbinden" überzeugten die Sieger die Expertenjury aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik mit ihren innovativen Mobilitätslösungen, welche für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland sorgen sollen. Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) und des Deutschland - Land der Ideen e. V. dazu:

"Die diesjährigen Preisträger sind Brückenbauer zwischen den Welten: Ihnen gelingt es auf vorbildliche Weise, die Chancen der Digitalisierung für unsere Mobilität zu nutzen. Damit wird der Standort Deutschland nicht nur lebenswerter, sondern auch wettbewerbsfähiger."

Deutschlandweit hatten sich rund 270 Start-ups, Unternehmen, Verbände und Forschungsinstitutionen mit ihren Projekten um den Deutschen Mobilitätspreis beworben.

Das sind die zehn Gewinner des Deutschen Mobilitätspreises 2019:

  • DB Medibus - Die rollende Arztpraxis der Deutschen Bahn: Um dem Ärztemangel auf dem Land entgegenzuwirken, bringt ein umgebauter Linienbus das Behandlungszimmer zum Patienten. (DB Regio AG Frankfurt am Main, Hessen)
  • munevo DRIVE - Intelligente Rollstuhlsteuerung per Smart Glass: Einfach nicken und losfahren: Eine innovative Steuersensorik verhilft Rollstuhlfahrenden zu mehr Mobilität im Alltag. (munevo GmbH, Nürnberg, Bayern)
  • Jelbi: Die App für alle Fälle: Eine neue Plattform der BVG bündelt zahlreiche Mobilitätsdienste und Sharing-Angebote in Berlin. (Berliner Verkehrsbetriebe [BVG], Berlin)
  • C-Brace Orthesensystem: Joggen, Yoga, Fahrrad fahren: Mit der computergesteuerten Beinorthese von Ottobock kein Problem mehr für Menschen, die ihr Bein durch einen Unfall oder eine Erkrankung nicht mehr voll einsetzen können. (Ottobock SE & Co. KGaA, Duderstadt, Niedersachsen)
  • ioki Hamburg: Alle 200 Meter eine Haltestelle: Der flexible On-Demand-Shuttle ergänzt das Hamburger ÖPNV-Netz. (Verkehrsbetriebe Hamburg und ioki, Hamburg-Holstein, Hamburg)
  • Sinn² - Die barrierefreie Zwei-Sinne-Fahrgastinformation: Die App Sinn² ermöglicht sehbehinderten Menschen die selbstständige Nutzung des ÖPNVs. (VWI Verkehrswissenschaftliches Institut Stuttgart GmbH, Stuttgart, Baden-Württemberg)
  • Intelligente Straßenbeleuchtung inkl. 22kW e-Mobility-Ladepunkt: Das Pilotprojekt rüstet öffentliche Beleuchtungsanlagen als Smart Poles um und stattet diese mit WLAN, als E-Ladestation oder für die Umweltdatenerfassung aus. (Smart Pole Factory der innogy SE, Essen, Nordrhein-Westfalen)
  • EiTicket Plus - maximal mobil im Mühlenkreis: Das kommunenübergreifende ÖPNV-Abo im Kreis Minden-Lübbecke ergänzt sein Angebot durch die optionale Jahresmiete eines Pedelecs. (Minden-Herforder Verkehrsgesellschaft mbH, Bad Oeynhausen, Nordrhein-Westfalen)
  • New Urban Mobility Concept: Der Schaeffler-Paravan Mover: Eine Plattform, viele Anwendungsgebiete. Der Paravan Mover dient je nach Aufbau als Basis für verschiedene automatisierte Fahrzeugvarianten. (Schaeffler-Paravan GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Bayern)
  • Multimodal und sozialgerecht - Lincoln in Darmstadt: In der Lincoln-Siedlung Darmstadt wird ein Modellquartier für nachhaltige Mobilitäts- und Siedlungsentwicklung realisiert - Mobilitätsberatung inklusive. (Wissenschaftsstadt Darmstadt, Darmstadt, Hessen)

Die ausführlichen Porträts der Gewinner finden Sie hier

Was bedeutet das?

Der Mobilitätspreis 2019 zeigt smarte Anwendungen made in Germany und Mobilitätsangebote von morgen. Vorbildlich, das Bundesverkehrsminister Scheuer die Innovationen den Diskussionen vorzieht. Aber digitale Hürden gibt es noch viele zu meistern für das im internationalen Vergleich abgeschlagene Deutschland. Und die Deutschen diskutieren eben gern.

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