Deutsche Bahn: ioki realisiert digitalen Rufbus in Holzminden

Kooperation der DB-Töchter Regionalbus Braunschweig und den On-Demand-Softwarespezialisten digitalisiert den Rufbus. Bisher nur telefonisch buchbar, jetzt auch per App mit Ridepoolingansatz.

Bei Anruf Bus: Über das digitalisierte Angebot freuen sich v.l.n.r. Bettina und Ulrich Ihlenfeld (Taxi Ihlenfeld), Christian Weitmann (Landkreis Holzminden, Abt. Nahverkehr), Landrat Michael Schünemann, Ulrike Schöne (Marktmanagerin Regionalbus Braunschweig), Thomas Spreer und Thomas Fitz ( beide RBB, Standort Holzminden). | Foto: ioki
Bei Anruf Bus: Über das digitalisierte Angebot freuen sich v.l.n.r. Bettina und Ulrich Ihlenfeld (Taxi Ihlenfeld), Christian Weitmann (Landkreis Holzminden, Abt. Nahverkehr), Landrat Michael Schünemann, Ulrike Schöne (Marktmanagerin Regionalbus Braunschweig), Thomas Spreer und Thomas Fitz ( beide RBB, Standort Holzminden). | Foto: ioki
Johannes Reichel

Die bedarfsgerechten Angebote Anruf-Sammel-Taxi (AST) und Anruf-Linien-Taxi (ALT), die in Holzminden seit über zehn Jahren Teil des Nahverkehrs sind, können jetzt außer telefonisch auch per App geordert werden. Die Rufbusfahrten ergänzen das ÖPNV-Angebot in verkehrsschwächeren Zeiten sowie in den späten Abendstunden. In der App „AST/ALT Holzminden“ sind die Fahrpläne des AST und des ALT Holzminden hinterlegt. Die Buchung der Fahrt und Bezahlung per Kreditkarte erfolgen bequem per Klick. Die App zeigt anschließend den Status der bestellten Fahrt sowie den Standort des gebuchten Fahrzeugs an. In der App kann angegeben werden, ob ein Rollstuhl ins Fahrzeug passen muss. In Sachen Barrierefreiheit verfügt die App über ein Voiceover, also eine Vorlesefunktion sowie über dynamische Schriftgrößen. So werde der On-Demand-Service AST und ALT für Fahrgäste deutlich einfacher nutzbar und nachvollziehbarer als bisher, wirbt der Anbieter.

Mobilität, Klimaschutz und Digitalisierung sind für mich wichtige Themen. Toll, dass Holzminden mit der neuen App für die AST- und ALT-Verkehre Vorreiter ist in Sachen Digitalisierung von Rufbussen. Auf Grundlage der Nutzungsdaten können wir die Angebote weiterentwickeln und verbessern“, erklärt Landrat Michael Schünemann.

Für das neue Angebot setzt Regionalbus Braunschweig auf die Plattformtechnologie der DB-Tochter ioki. Diese besteht aus drei Komponenten. Der App für den Fahrgast, dem Administrations-Tool. Das Regionalbus Braunschweig sowohl ein Monitoring der erbrachten Verkehrsleistungen als auch die Verwaltung des laufenden Betriebs ermöglich. Mit der Fahrzeug-App erhält das Fahrpersonal eine eigene Anwendung, die alle relevanten Informationen zum Fahrauftrag anzeigt.

Der intelligente Algorithmus verfolge dabei einen Ridepooling-Ansatz, bei dem Fahrgemeinschaften zwischen Fahrgästen mit ähnlichem Start und Ziel gebildet werden sollen. Das sorge für eine effiziente Auslastung der Fahrzeuge und diene damit dem Klimaschutz. Zur Einhaltung von Abstandsregeln lasse sich dieser Mechanismus jedoch auch kurzfristig pausieren.

„Mit der neuen Plattform und der Fahrgast-App von ioki gehen wir einen großen Schritt in Richtung Digitalisierung von Rufbusverkehren. Wir erleichtern unseren Fahrgästen die Nutzung des Angebots und gestalten unseren Betrieb effizienter. Wenn sich das System bewährt, werden wir es zukünftig auf weitere Rufbusangebote in unserem Verkehrsgebiet ausweiten“, glaubt Alexander Siems, Niederlassungsleiter von Regionalbus Braunschweig.

Printer Friendly, PDF & Email