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Deutsche Autobauer gegen Strafzölle auf chinesische E-Autos

(dpa) VDA-Präsidentin Hildegard Müller spricht sich klar gegen Strafzölle aus und hält diese für kontraproduktiv. Ein Handelskonflikt würde die Transformation gefährden.

Handel ohne Schranken: Die VDA-Präsidentin Müller hält Antisubventionsmaßnahmen für kontraproduktiv und warnt vor einem Handelskonflikt, der die Transformation gefährden könnte. Im Bild: Erster Charter-Frachter mit BYD-Modellen für Bremerhafen. | Foto: dpa/Lars Penning
Handel ohne Schranken: Die VDA-Präsidentin Müller hält Antisubventionsmaßnahmen für kontraproduktiv und warnt vor einem Handelskonflikt, der die Transformation gefährden könnte. Im Bild: Erster Charter-Frachter mit BYD-Modellen für Bremerhafen. | Foto: dpa/Lars Penning
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Johannes Reichel

Die deutschen Autobauer wenden sich gegen mögliche europäische Strafzölle auf den Import von Elektroautos aus China. Der Verband der Automobilindustrie sprach sich für Dialogbereitschaft auf beiden Seiten aus.

«Antisubventionsmaßnahmen, wie zusätzliche Zölle würden die Herausforderungen für die europäische und deutsche Automobilindustrie nicht lösen - im Gegenteil: Der von der EU-Kommission beabsichtigte Zweck von Ausgleichszöllen könnte sich bei einem Handelskonflikt entsprechend schnell negativ auswirken», sagte Verbandspräsidentin Hildegard Müller der «Welt am Sonntag». 

Ein Handelskonflikt würde nach ihren Worten auch die Transformation hin zu Elektromobilität und Digitalisierung gefährden. Die EU-Kommission untersucht seit dem vergangenen Herbst, ob E-Autos in China von illegalen Subventionen profitieren. Kommissionsangaben zufolge sind chinesische Elektroautos normalerweise rund 20 Prozent günstiger als in der EU hergestellte Modelle. Eine Antisubventionsuntersuchung kann dazu führen, dass Strafzölle erhoben werden. Eine Vorab-Bekanntmachung der Kommission ist laut «Welt am Sonntag» bis zum 5. Juni geplant.

Die Deutschen verkaufen nach Angaben des Duisburger Center Automotive Research 30 bis 40 Prozent ihrer Autos auf dem chinesischen Markt. Im Fall europäischer Strafzölle könnten demnach deutsche Autobauer das erste Ziel möglicher chinesischer Gegenmaßnahmen sein.

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